Neuengamme

Autorin (88) übersetzt biblische Bildsprache

Christa Mewes: Die Schriftstellerin und Psychotherapeutin referierte bei "Talita Kum"

Christa Mewes, Psychotherapeutin und Schriftstellerin aus Uelzen, denkt auch im 89. Lebensjahr nicht an Ruhestand. Die Autorin von 122 Büchern und Referentin bei 3000 Vorträgen hatte gerade eine Vortragsreihe zwischen Wien, München und Stuttgart beendet, als sie nach Neuengamme kam. Zum zweiten Mal hatte sie sich auf die herzliche Atmosphäre im Seniorenheim "Talita Kum" am Neuengammer Hausdeich gefreut. Ihr Referat trug den Titel Die Sache mit Adam und Eva".

Ihr Anliegen war es, das "Programm Gottes" mit den Menschen aus tiefenpsychologischer Sicht zu beleuchten. "Dieses Programm wird in einer Bildersprache vermittelt, die heute kaum jemand versteht", sagte Mewes. Deshalb müsse sie übersetzt werden. "Gefahren lauern in der heutigen Zeit überall", so Mewes. Adam und Eva seien die ersten gewesen, die in eine tiefe Falle gerieten, indem sie gegen den Willen Gottes vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten. Heute würden Themen wie Atomkraft und das Klonen von Lebewesen als zukunftsweisend dargestellt. Und die Menschen würden in Fallen tappen, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass nicht alles Moderne gut sein kann.

Am Ende eines Vortrags, in dem Christa Mewes gewohnt verständlich, anschaulich und gestenreich referierte, hatten die Zuhörer das gute Gefühl, die Übersetzung der Bildersprache - auch von Gleichnissen - in die heutige, abstrakte Sprache verstanden zu haben. In gemütlicher Runde hatten sie Gelegenheit, das Gehörte zu verarbeiten und sich der Buchpräsentation der Schriftstellerin zu widmen. Ausgelegt hatte Mewes unter anderem ihr Werk "Aufbruch zu einer christlichen Kulturrevolution". Aus ihm hatte Papst Benedikt vor dem Deutschen Bundestag zitiert.

( (elö). )