Basketball

TSG Bergedorf Stargazers müssen nach unten schauen

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Hanno Bode
Der Bergedorfer Yngve Jentz bot unter dem Korb eine starke Leistung. Ihm gelangen gegen Göttingen 20 Punkte.

Der Bergedorfer Yngve Jentz bot unter dem Korb eine starke Leistung. Ihm gelangen gegen Göttingen 20 Punkte.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Anfangs sah es in der Partie gegen Göttingen gut aus für die „Sternengucker“. Dann aber verlief das Duell bitter für die Basketballer.

Neuallermöhe.  Bis in die Schlussphase des Duells mit dem ASC Göttingen schien es so, als könnten die Basketballer der TSG Bergedorf Stargazers ihren zweiten Saisonsieg in der 1. Regionalliga Nord feiern. Das Team von Trainer Björn Fock gestaltete die Partie gegen die favorisierten Niedersachsen ausgeglichen, bevor offensiv bei den Hausherren plötzlich gar nichts mehr klappte. „Es war so, als wenn uns ­irgendjemand den Stecker gezogen hat. Wir haben auf einmal wilde Drei-Würfe-Punkte genommen und freie Würfe nicht mehr getroffen“, beklagte Fock.

In den letzten vier Minuten gelangen den „Sternenguckern“ lediglich vier Zähler. Das war zu wenig gegen die durch die Bundesliga-Profis Nick Boakye, Jesse Ani und Marios Giotis aus dem Kader des Kooperationspartners BG Göttingen verstärkten Gäste. Die TSG verlor mit 71:79.

Basketball-Duell war „besonders bitter“ für die Bergedorfer Spieler

Die Niederlage fiel in die Rubrik „besonders bitter“. Denn der ASC war verletzungs- und krankheitsbedingt mit lediglich acht Akteuren nach Neuallermöhe angereist. Und als sich nach der Halbzeit auch noch Bundesliga-Leihgabe Ani am Fuß verletzte, hatte Göttingens Coach Venelin Berov noch weniger Optionen für seine Rotation. „Das hätten wir ausnutzen müssen“, ärgerte sich Fock.

Allerdings stand auch Bergedorfs Trainer nur ein Rumpf-Aufgebot zur Verfügung. „Uns hat die Erkältungswelle voll erwischt“, erklärte Fock den Grund, warum lediglich neun Spieler aus dem 17 Mann großen Kader einsatzfähig waren. Insbesondere der Ausfall des verletzten Aufbauspielers Prince Hukporti schmerze die Stargazers. Denn so lag die Last, Regie zu führen und die Bälle zu verteilen, überwiegend auf den Schultern von Anthony Hodge. Der US-Amerikaner war mit 27 Zählern zwar erneut erfolgreichster Schütze der TSG. In der Schlussphase verließen den 32-Jährigen jedoch etwas die Kräfte.

Fock-Team schien anfangs auf einem guten Weg

In den ersten drei Vierteln hatte Hodge gemeinsam mit Center Yngve Jentz, der unter dem Korb abermals eine herausragende Leistung zeigte, noch dafür gesorgt, dass die Hausherren vor 70 Zuschauern in der Sporthalle Fährbuernfleet auf Augenhöhe mit Göttingen agierten. Das Zusammenspiel der beiden ­höherklassig erfahrenen Basketballer klappte phasenweise bestens. Insbesondere in Abschnitt zwei (20:13) war das Duo vom ASC nicht unter Kontrolle zu bringen.

Zur Pause führte das Fock-Team mit 42:36 und schien auf einem guten Weg zum ersten Heimsieg. Nach der Halbzeit mangelte es den Bergedorfern im Abschluss dann aber zu sehr an Präzision. „Wir haben mindestens zehn Punkte verschenkt“, sagte Fock. Der Trainer hofft, dass sich die Personallage bis zum Derby am Freitagabend beim VfL Stade (20.30 Uhr, Glückstädter Straße) bessert.

Trainer will noch zwei Spieler holen

Unabhängig davon hält Fock noch die Augen nach Verstärkungen auf. „Es könnte sein, dass wir noch ein, zwei Spieler holen“, erklärte der Coach. Insbesondere für den Aufbau wäre eine weitere Alternative von hoher Bedeutung. Denn dann könnte Hodge, der gegen Göttingen satte 37 Minuten auf der Platte stand, zwischendurch mal durchschnaufen.

TSG-Punkte: Anthony Hodge (27), Yngve Jentz (20), Mathis Gierga (9), Manasseh Amoah (6), Davis Charmlash (6), Moritz Beckmann (3).

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