Fußball-Landesliga

Nach 0:1 gegen HT 16: Fassungslosigkeit beim VfL Lohbrügge

| Lesedauer: 4 Minuten
Maurice Herzog
VfL-Torwart Jonathan Tydecks pariert einen Schuss von Lukas Rantz und verhindert so einen weiteren Gegentreffer.

VfL-Torwart Jonathan Tydecks pariert einen Schuss von Lukas Rantz und verhindert so einen weiteren Gegentreffer.

Foto: Maurice Herzog

Benjamin Bambur vergab in der Nachspielzeit die Riesenchance zum Ausgleich. Doch er war nicht der einzige Pechvogel im Landesligaspiel.

Lohbrügge.  Es lief bereits die Nachspielzeit in der Fußball-Landesligapartie zwischen dem VfL Lohbrügge und Aufsteiger HT 16, als Lohbrügges Robert Pallasch mit vollem Einsatz ein Kopfballduell auf der rechten Seite gewann. Teamkollege Mazlum Oruk nahm den Ball mit und schlug butterweich eine Flanke auf den zweiten Pfosten. Dort wartete kein Geringerer als Torjäger Benjamin Bambur, der erst kürzlich vom Klub Kosova an den Binnenfeldredder gewechselt war.

Doch statt das Spielgerät ins Netz zu befördern, wischte er den Ball mit dem Kopf am Gehäuse vorbei. Vergeben war die große Chance auf den 1:1-Ausgleich. Statt eines Last-Minute-Jubels über einen Last-Minute-Punkt machten sich bei den Lohbrüggern Entsetzen und Fassungslosigkeit breit. „Da muss ich ihn noch mal fragen, wie er den vorbeimachen konnte. Der Ball wurde schon auf dem Silbertablett serviert. Den muss er als Torjäger machen“, war VfL-Coach Gökhan Acar nach dem Abpfiff ratlos.

Fataler Platzverweis für VfL-Verteidiger Jonas Holz

Doch nicht nur die Szene aus der Nachspielzeit war ein großes Thema nach dem Spielende, sondern auch der Platzverweis von Kapitän Jonas Holz. Er und Sammy Güzel lieferten sich fünf Minuten vor Schluss nach einem Foul und anschließender Rudelbildung ein Tête-à-Tête. Trotz eines Kopfstoßes von Güzel blieb Holz stehen. Beide sahen nur Gelb von Schiedsrichter Sebastian Born.

Drei Minuten später unterband Holz einen Konter, indem er Güzel foulte – Rote Karte. „Es war ein Foulspiel, aber keine Rote Karte. Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass man heute clever sein muss. Dann muss man das Ding annehmen und fallen. Dann spielen wir die letzten Minuten in Überzahl“, haderte Acar mit der Szene.

„Knackpunkt war die erste Halbzeit. Da haben wir schlecht gespielt“

Doch nicht im Platzverweis sah er die Ursache für die Niederlage. „Der Knackpunkt war die erste Halbzeit. Da haben wir schlecht gespielt und das Spiel verloren“, analysierte der VfL-Coach. Abgesehen von zwei Chancen durch Christian Degener (5.) und Louis Jacobs (45.) hatte der der VfL den spielstarken Gästen von der HT 16 nichts entgegenzusetzen. So hatten sie sogar Glück, dass HT 16-Angreifer Caleb Awuah nur eine seiner vier hundertprozentigen Großchancen zur 1:0-Halbzeitführung für die Gäste nutzte (30.).

Nach der Pause steigerten sich die Lohbrügger. „Die Laufbereitschaft war jetzt höher, die notwendige Zweikampfhärte war da“, registrierte Acar zufrieden. „Zudem haben wir tiefer gestanden und sind nicht vorne angelaufen“, sah er in seiner taktischen Änderung einen Schlüssel dazu, dass die Hausherren jetzt besser ins Spiel fanden. Doch letztlich nützte alles nichts. Die tausendprozentige Chance aus Minute 93 blieb ungenutzt, die Auftakt-Niederlage der Lohbrügger war damit besiegelt.

Weitere Landesligaspiele: Ohe siegt 4:1, Oststeinbek verliert 2:5

Höchst unterschiedlich fiel der Saisonstart für die beiden Stormarner Landesligisten FC Voran Ohe und Oststeinbeker SV aus. Die Oher kamen beim TSV Sasel II zu einem 4:1-Erfolg, bei dem Oguzhan Acar herausragte. Der 23-jährige Offensivspieler war im Winter vom Kreisligisten FC Dynamo Hamburg an den Amselstieg gekommen und zeigt nun sein bestes Spiel im Oher Trikot. Beim Stand von 1:1 holte er zunächst einen Strafstoß heraus, den Chris-Ulrich Schulz zum 2:1 verwandelte (45.). Dann traf er selbst zum 3:1 (45.+1). Die übrigen Oher Treffer erzielten Mike Beldzik (13.) und Maxim Gassmann (84.).

Der Oststeinbeker SV kam im Derby bei Vorwärts-Wacker Billstedt mit 2:5 unter die Räder. Agatino Indulto und Christian Ayim trafen für die Gäste, die in der Abwehr einfach zu anfällig waren, um etwas mitzunehmen.

VfL Lohbrügge: Tydecks (3) – Holz (4), Weber (3), Sobzyck (4), Pallasch (3) – Jacobs (4) ab 46. Rönnau (4), Karow (4), Degener (4), Lauppe (5) ab 46. Oruk (3), Bäker (4) ab 46. Pangalos (5), Bambur (4)

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