Fussball

Kreisligakolumne: Nach Roter Karte ausgerastet

| Lesedauer: 3 Minuten
Maurice Herzog
Nach der Roten Karte im Spiel gegen den SC Wentorf II ist Amr Salama Mohammed Abdullah vom FC Bergedorf auch von den eigenen Leuten nicht zu beruhigen.

Nach der Roten Karte im Spiel gegen den SC Wentorf II ist Amr Salama Mohammed Abdullah vom FC Bergedorf auch von den eigenen Leuten nicht zu beruhigen.

Foto: Koch

In der Nachspielzeit der Fußball-Kreisligapartie gegen den SC Wentorf II gehen Spieler des FC Bergedorf aufeinander los.

Hamburg. Handgemenge zwischen Bergedorfer Spielern: Das Spiel der K 3 war bereits gelaufen, die Gäste vom SC Wentorf II führten beim FC Bergedorf mit 5:2. Doch dann ließ sich Amr Salama Mohammed Abdullah in der Nachspielzeit zu einer Tätlichkeit hinreißen. Schiedsrichter Murat Görül zeigte dem FCB-Spieler für einen versuchten Ellen­bogenschlag die Rote Karte. Zu viel für den Bergedorfer, dem die Sicherungen durchbrannten. Seine Mitspieler versuchten, Abdullah zur Vernunft zu bringen. Doch der ließ sich nicht beruhigen. Es gab ein Handgemenge, auch Zuschauer waren beteiligt.

„Unsere Spieler haben sich nach einem Gegentor gegenseitig beleidigt. Die Rote Karte war dann zu viel für unseren Spieler. Es wird Konsequenzen geben“, kündigte FCB-Manager Bilal Dilekoglu an. „Das habe ich so noch nicht erlebt. Der Spieler war kaum zu bändigen. Plötzlich gingen sie aufeinander los, auch Zuschauer teilten aus. Wir haben gewartet und wurden nach Spielschluss von einem Schiedsrichter-Beobachter zur Kabine gebracht. Dort ging es nochmals los unter den Spielern und Zuschauern. Unschöne Szenen, die keiner sehen möchte“, sagte Wentorfs Trainer Andreas Weng.

Erster Einsatz über 90 Minuten nach einem Jahr: Der SV Börnsen II konnte den ersten Saisonsieg einfahren. Beim SV Altengamme II traf Börnsens Bezirksliga-Leihgabe Bennet Ohrt doppelt für die Gäste. Für den Angreifer waren es die ­ersten vollen 90 Minuten nach seinem Kreuzbandriss im Oktober 2020 und der damit verbundenen Operation. „Man benötigt Spiel­praxis, auch damit die Angst in Zweikämpfen schwindet. Unabhängig von meiner Person war es ein sehr wichtiger Sieg“, sagte der glückliche Angreifer.

Weiter sieg- und punktlos: „Einsatz, Kampf und Wille – alles stimmte“, resümierte Thomas Niese, Trainer des SCVM III, nach dem Spiel bei der TSV Reinbek. Doch am Ende stand mit 1:2 die fünfte Niederlage im fünften Saisonspiel. „In der ersten Halbzeit waren wir unterlegen. Aber im zweiten Durchgang haben wir eine Topleistung gezeigt. Es ist insgesamt ein Aufwärtstrend zu ­erkennen. Das Team hat sich unter der Woche zusammengesetzt, um darüber zu sprechen, was bisher schief gelaufen ist“, erklärte Niese. Neben den Deichkickern ist nur der Düneberger SV II (1:2 beim SVCN II) weiter ohne Punkt.

Derbysieg und ausgelassener Jubel: Der TSV Glinde II konnte das Derby gegen die „Zweite“ der TSV Reinbek in der Kreisliga 5 gewinnen. Ibrahim Özalp brachte die Hausherren in Front (16.). Der eingewechselte Tobias Kehr machte in einem spannenden Spiel den Deckel drauf und jubelte ausgelassen in Richtung der eigenen Zuschauer (79.). „Marvin Ducksch von meinem Lieblingsverein Werder Bremen jubelt so. Ich dachte, das übernehme ich einfach mal“, erklärte Kehr.

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