Landesliga

Spieler sackt zusammen – Spielabbruch beim SV Altengamme

| Lesedauer: 2 Minuten
Maurice Herzog
Mitspieler Tim Stegmann, der bei der Berufsfeuerwehr arbeitet, und Physiotherapeutin Alina Heitmann versorgen Jonas Buck.

Mitspieler Tim Stegmann, der bei der Berufsfeuerwehr arbeitet, und Physiotherapeutin Alina Heitmann versorgen Jonas Buck.

Foto: Herzog

SVA-Stürmer Jonas Buck wird schwer gefoult. Notarzt landet mit dem Hubschrauber auf dem Spielfeld.

Hamburg. Es hätte ein schöner Fußball-Nachmittag für Jonas Buck werden können. Der Angreifer des SV Altengamme brachte in der Landesligapartie gegen den ASV Hamburg sein Team mit zwei Toren in Führung (26., 37.), nach dem Anschlusstreffer durch Ahmad Daoud Raji (45.) ging es mit 2:1 in die Pause. Doch die 53. Spielminute änderte an diesem Nachmittag alles. Aber was war geschehen?

Buck wollte im Mittelfeld zum Ball, von vorn kam Tamim Yousofzai angerauscht. Der ASV-Akteur holte aus. Doch anstatt des Balles traf er nur das Schienbein von Buck. Der 25-Jährige sank schreiend zu Boden, das Bein knickte zur Seite weg. Seine Mitspieler reagierten geschockt, ein Rettungswagen wurde gerufen. Mitspieler Tim Stegmann, der bei der Berufsfeuerwehr arbeitet, leistete zusammen mit Physiotherapeutin Alina Heitmann umgehend Erste Hilfe. Nach einigen Minuten trafen Rettungskräfte ein, fast zeitgleich landete der Notarzt mit dem Hubschrauber.

„Es war unglücklich und definitiv keine Absicht“

Die Gemüter auf dem Rasen erhitzten sich ob des Geschehens unnötigerweise, Schiedsrichter Ben Uhrig schickte die Teams in die Kabine. „Es war keine Absicht. Beide Spieler wollten zum Ball. Es war sehr unglücklich, was passiert ist. Dem Spieler wünschen wir alles Gute“, sagte ASV-Ligamanager Mansoor Ahmadi. „Ich habe sofort gemerkt, dass ich ihn schwer getroffen habe. Es war unglücklich und definitiv keine Absicht. Mir tut es leid, dass er sich verletzt hat. Ich habe mir seine Nummer geben lassen und werde ihn natürlich kontaktieren“, erklärte Yousofzai.

SVA-Ligamanager Philip Mohr sah es etwas anders: „Aus Altengammer Sicht wurde der Zweikampf im Mittelfeld überhart geführt. Es ist aber nebensächlich, wie das entstanden ist, oder welche Karte der Spieler erhalten hat. Die große Scheiße ist, dass ,Joni’ sich schwer verletzt hat.“

Bei den Hausherren saß der Schock tief

Etwa 45 Minuten nach dem Vorfall wurde Buck abtransportiert, das Spiel kurz darauf beim Stand von 2:1 abgebrochen. Der ASV wollte spielen, die Hausherren aber nicht, da der Schock zu tief saß. Jonas Buck bekam am frühen Abend die Diagnose Schienbeinbruch im Unfallkrankenhaus Boberg bestätigt. Er wird seiner Mannschaft lange fehlen. Die Sport-Redaktion wünscht alles Gute!

SV Altengamme: Fedgenhäuer; Scheu, Kleinert, Behr; Bierwagen, Reckstadt, Voß, Alpen, Voigt; Buck, Möller.

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