1:2 gegen den TSV Sasel

Was ist bloß mit dem SV Curslack-Neuengamme los?

| Lesedauer: 3 Minuten
Hanno Bode
Schon wieder verloren! Arnold Lechler (l.) und Marco Schubring können es nicht fassen.

Schon wieder verloren! Arnold Lechler (l.) und Marco Schubring können es nicht fassen.

Foto: hanno Bode / Hanno Bode

Nach dem Pokal-Aus enttäuschen die Vierländer erneut. Der Ex-Trainer Torsten Henke kritisiert das Team hart.

Curslack. Mit ganz ruhiger Stimme sprach Christian Woike, Coach des SV Curslack-Neuengamme, nach der 1:2-Pleite im Oberliga-Duell mit dem TSV Sasel zu seinen Fußballern. Als sich der Mannschaftskreis aufgelöst hatte, verteilten sich die Spieler einzeln oder in Zweiergruppen über den halben Platz, kauerten an Werbebanden oder saßen fassungslos auf der Auswechselbank und schoben Frust. Dann erklangen am Sonnabend um Punkt 17 Uhr die Glocken der nahe dem Sportplatz am Gramkowweg stehenden St.-Johannis-Kirche, sodass die ohnehin schon bedrückende Szenerie den Hauch von Vierländer Untergangsstimmung bekam.

Dass nach der dritten Niederlage im fünften Saisonspiel sowie dem Drittrunden-Aus im Pokal beim Rahlstedter SC die Stunde für seine Mannschaft geschlagen hat, ist Woike bewusst. „Wir sind in einer sehr herausfordernden Situation, in die wir uns gebracht haben. Es wird unsere Aufgabe sein, da wieder rauszukommen“, sagte der 43-Jährige. Dabei hatte zunächst alles darauf hingedeutet, dass Curslack der erhoffte Befreiungsschlag gelingen könnte. Henrik Giese war nach einer vom TSV Sasel ganz schlecht verteidigten Ecke am langen Pfosten per Kopf zum 1:0 erfolgreich (15.). Anschließend setzten die Hausherren vor lediglich 116 Zuschauern nicht konsequent genug nach. „Statt das 2:0 nachzulegen, haben wir sie sich erholen lassen“, kritisierte der Sportliche Berater Torsten Henke. „Und die Gegentore waren grausam.“

Trainer Woike: „Es fehlt die Leichtigkeit“

Beim fraglos sehr schön anzusehenden 1:1 wurde Jean-Lucas Gerken nicht richtig angegangen und schoss den Ball aus gut 20 Metern ins obere Eck (36.). Kurz darauf brachte Sebastiao Mankumbani im eigenen Strafraum Lukas-Gabriel Kourkis zu Fall. Den Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst zur Saseler Führung (41.). „Heute müssen wir den Bock umstoßen“, forderte SVCN-Manager Oliver Schubert in der Pause. Das Team war auch bemüht, den Wunsch in die Tat umzusetzen. In puncto Einsatzwillen war den Vierländern kein Vorwurf zu machen. Weil es den Angriffen aber häufig an Struktur fehlte und sie ihre Chancen kläglich vergaben, war die Niederlage verdient.

Es fehlt momentan die Leichtigkeit“, sagte Woike, der auch noch die Verletzungen von Verteidiger Jannik Mohr sowie Angreifer Arnold Lechler zu beklagen hatte. Eine positive Nachricht gab es für den leidgeprüften Coach dann aber doch noch: Der SVCN steht unmittelbar vor der Verpflichtung eines Fußball-Weltenbummlers, der sein Geld in den vergangenen Jahren unter anderem in Finnland, Thailand und Albanien verdient hat.


SVCN:
Babuschkin (3); Mankumbani (4) ab 46. Mokhlis (4), Mohr (-) ab 28. Spiewak (3), Giese (3), Wilhelm (3); Rogge (2-3), Doege (3), Bulut (4) ab 46. Kühn (3), El-Nemr (4) ab 73. Schmidt (-), Schubring (4); Lechler (4) ab 73. Schlufter (-).

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