American Football

Ein Lokalderby der Gegensätze

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Volker Gast
Marcel Weber (mit Ball), Wide Receiver Hamburg Swans, fing im Hinspiel einen 20-Yards-Touchdown-Pass.

Marcel Weber (mit Ball), Wide Receiver Hamburg Swans, fing im Hinspiel einen 20-Yards-Touchdown-Pass.

Foto: Holger beck / Hamburg Swans

Während zahlreiche Spieler die Schwarzenbek Wolves verlassen haben, sind die Swans, die Footballer der TSG Bergedorf, im Aufwind.

Schwarzenbek. Nach drei klaren Niederlagen in drei Partien (6:40, 0:42, 0:42) ist die Ernüchterung bei den American Footballern der Schwarzenbek Wolves groß. „Wir wussten, dass wir es nach dem Aufstieg in die Oberliga schwer haben würden“, sagt Head Coach Jan Tiessen. „Aber dass es so deutlich ausfallen würde, darauf waren wir nicht gefasst.“

Ausgerechnet jetzt steht mit dem Heimspiel gegen den Lokalrivalen Hamburg Swans der Höhepunkt der Saison an (Sonntag, 15 Uhr, Schützenallee). Tiessen hofft darauf, dass sich die Europastädter ganz anders präsentieren werden als beim 0:42 vor zwei Wochen im Hinspiel. „Die Moral in meiner Mannschaft ist echt super“, schwärmt er.

Flensburg Sealords und Rendsburg Black Knights haben auf einen Start verzichtet

Dass die Wolves so einen schweren Stand haben, liegt an einer beispiellosen Abwanderungswelle im Sommer: Jeder vierte Spieler warf nach der Corona-Pause hin. „Offiziell hatten wir über 40 Zusagen für diese Saison“, blickt Tiessen zurück. „Doch tatsächlich haben wir jetzt nur etwas mehr als 30 Spieler im Kader.“

Immerhin soll es in dieser Saison keine Absteiger geben. Und dass die Schwarzenbeker trotz der Probleme überhaupt antreten, ist aller Ehren wert. Andere Teams wie die Flensburg Sealords oder Rendsburg Black Knights haben gleich ganz auf die Saison verzichtet.

Die Bergedorfer haben einen Kader von 60 Spielern, einige müssen zuschauen

Das ganze Gegenteil ist es in Bergedorf. Dort boomt American Football trotz Corona weiter. „Wir haben rund 60 Spieler im Kader“, sagt Swans-Sprecher Martin Kirmse. „Da am Spieltag nur 50 Mann ran dürfen, müssen wir sogar aussuchen, wer spielt.“ Das Team der TSG Bergedorf profitiert von seiner guten Jugendarbeit und davon, einen sehr großen Einzugsbereich zu haben. „Wir hatten das Glück, dass während der Corona-Pause viele gute Spieler von anderen Hamburger Clubs zu uns gewechselt sind“, freut sich Kirmse.

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