Judo

Auf großer EM-Bühne: Mascha Ballhaus mit hoher Hürde

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Die Judo-Zwillinge Mascha (l.) und Seija Ballhaus stammen aus Glinde, trainieren mittlerweile am Olympiastützpunkt in München.

Die Judo-Zwillinge Mascha (l.) und Seija Ballhaus stammen aus Glinde, trainieren mittlerweile am Olympiastützpunkt in München.

Foto: Andreas Laible

20 Jahre alte Glinderin geht erstmals bei den Titelkämpfen der Frauen auf die Judo-Matte und will für eine Überraschung sorgen.

Glinde. Wenn von diesem Freitag an die Judo-Europameisterschaften in Lissabon (Portugal/bis Sonntag) über die Bühne gehen, ist mit Mascha Ballhaus auch eine Kampfsportlerin aus der Region am Start. Die 20-jährige Glinderin tritt in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm auf die Matte.

Mascha Ballhaus, deren Zwillingsschwester Seija nach einer Knieverletzung nur auf der EM-Reserveliste steht, trifft an diesem Freitag zum Auftakt auf die erfahrene Polin Agata Perenc (31), Nummer 23 der Weltrangliste. Mit Annika Würfel (Rostock) tritt noch eine zweite Deutsche in dieser Klasse an.

Glinderin Mascha Ballhaus erstmals für Judo-EM der Frauen nominiert

„Es ist mein erstes Jahr bei den Frauen, und ich möchte mich mit den besten Athletinnen der Welt messen und die Lücke, Wettkampf für Wettkampf zu ihnen schließen“, sagt Mascha Ballhaus, die für die TH Eilbeck kämpft und auf Platz 86 der Weltrangliste steht. „Die EM soll ein weiterer Schritt dafür sein, näher heranzurücken und bestenfalls für die eine oder andere Überraschung zu sorgen, um in ein paar Jahren auf Augenhöhe kämpfen zu können.“

Trotz fehlender Wettkampfpraxis sieht sich Ballhaus, die seit zwei Jahren am Olympiastützpunkt in München beheimatet ist, gut gerüstet für die Titelkämpfe. „Unser Verband und der Olympiastützpunkt leisten tolle Arbeit, um einen reibungslosen Trainingsalltag für uns Athleten zu ermöglichen.“ Die Inhalte habe man nun auf die EM ausgerichtet und die Techniken feinjustiert, fügt sie hinzu. „Jetzt soll es endlich losgehen.“

Olympia-Vorbereitung statt EM für Glinderin Miriam Butkereit

Nach den coronabedingten Absagen der beiden Grand-Slam-Turniere in Tiflis/Georgien und Antalya/Türkei werden bei den Titelkämpfen in der portugiesischen Hauptstadt 18 Sportlerinnen und Sportler für den Deutschen Judo-Bund (DJB) starten.

Nicht dabei sein wird Miriam Butkereit vom TSV Glinde. Die erfolgreichste Judoka aus dem Verbreitungsgebiet ist am Dienstag vergangener Woche mit dem Frauen-Olympiateam in ein zweiwöchiges Konditionstrainingslager auf die kanarische Insel La Palma aufgebrochen. Die Entscheidung, wer Deutschland bei Olympia vertreten wird, fällt jedoch erst Mitte Juni. Neben Butkereit kämpft Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde in der Klasse bis 70 Kilogramm um das deutsche Olympia-Ticket.

( olü/lno )

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