Regionalliga

Volleyball: Oststeinbek spielt erstmals gegen Oststeinbek

Die Cowboys spielen offiziell zwar für den Walddörfer SV, sind aber eigentlich die zweite OSV-Mannschaft (hinten, von links): Tobias Beiersdorf, Arne Kämpfer, Sebastian Neufeld, Hendrik Hofmann und Rüdiger Barth. Vorne (v.l.): Patrick Klose, Michael Kopf, Aimo Heilmann, Jan Schneider und Trainer Jörn „Schnippel“ Schneider.

Die Cowboys spielen offiziell zwar für den Walddörfer SV, sind aber eigentlich die zweite OSV-Mannschaft (hinten, von links): Tobias Beiersdorf, Arne Kämpfer, Sebastian Neufeld, Hendrik Hofmann und Rüdiger Barth. Vorne (v.l.): Patrick Klose, Michael Kopf, Aimo Heilmann, Jan Schneider und Trainer Jörn „Schnippel“ Schneider.

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia/Funke Foto Services

In der Volleyball-Regionalliga kommt es am Sonnabend zum Aufeinandertreffen von Cowboys und Pirates. Die Vorfreude ist groß.

Oststeinbek. „Normalerweise“, sagt Jan Schneider, der Volleyball-Abteilungsleiter des Oststeinbeker SV, „normalerweise hätten wir für diese Partie groß getrommelt, um die Halle voll zu machen. Aber leider ist das eine Sch...-Zeit für so etwas.“ Schließlich kommt es am Sonnabend in der Walter-Ruckert-Halle (19 Uhr, Meessen) zu einem historischen Aufeinantreffen. Erstmals spielen Cowboys und Pirates in einem Pflichtspiel gegeneinander – und das in der Regionalliga, der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands.

Für Nicht-Fachleute: Die Ostbek Cowboys sind im Gros die inzwischen etwas in die Jahre gekommenen Spieler der zweiten Mannschaft, die die erfolgreiche Zeit in der 1. und 2. Bundesliga mitgemacht haben. Als diese sich 2008 aus finanziellen Gründen auflösten, rückten die Ostbek Pirates als vormalige „Zweite“ ins erste Glied und hielten sich zumindest zehn Jahre in Liga drei.

Oststeinbeker Cowboys spielen gegen Oststeinbeker Pirates

Inzwischen haben sich die Vorzeichen abermals gewandelt. Die Pirates befinden sich nach dem x-ten Verjüngungskurs mal wieder im Neuaufbau und haben in der Regionalliga am vergangenen Spieltag mit einem 3:1 über die VG WiWa (25:21, 27:25, 18:25, 25:22) im dritten Spiel ihren ersten Sieg eingefahren. Derweil führen die Cowboys als Aufsteiger das Tableau mit einer makellos weißen Weste an.

Nicht wundern, dass in der Tabelle der Walddörfer SV nach dem 3:1 beim Kieler TuS Hasseldieksdamm/Mettenhof (25:19, 20:25, 25:23, 25:22) ganz oben geführt wird. Denn wo Walddörfer SV draufsteht, stecken in Wirklichkeit die Ostbek Cowboys drin. In der Regionalliga ist nämlich nur eine Mannschaft eines Vereins erlaubt. Und da es die 2014 neu gegründeten Cowboys nach viermaligen Aufstiegsverzicht auf ihre alten Tage noch einmal wissen wollten, schlossen sie sich formell dem WSV an – bleiben im Herzen aber Oststeinbeker, wo sie auch weiterhin trainieren und ihre Heimspiele austragen. „Als Anfeuerung rufen wir immer noch Ostbek go“, sagt Jan Schneider.

„Das wird ein ganz besonderes Spiel“

Die Bedeutung der Begegnung für den Abteilungsleiter und seine Mitstreiter, die im Durchschnitt über 40 Jahre alt sind, ist groß. Schneider: „Oststeinbek gegen Oststeinbek wird trotz der Umstände ganz besonders.“

Deutlich weniger euphorisch betrachtet Pirates-Trainer Sebastian Lemke die Angelegenheit. „Meine jungen Spieler sind nicht so emotional im Vereinsgeschehen dabei, und die meisten haben auch keinen Kontakt zu den Cowboys. Für sie ist das bloß ein Auswärtsspiel in der Heimhalle“, sagt Lemke.

Optimale Lösung: Aus beiden Mannschaften ein Team

Er selbst hätte sich auch eine andere Lösung für den Oststeinbeker Volleyball gewünscht. „Optimal wäre gewesen, wenn man aus beiden Mannschaften ein starkes Team gemacht hätte. Gerade wenn man bedenkt, dass in der anderen Mannschaft ein Vorstandsmitglied mitspielt, ist das schade. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung, ich spreche nicht fürs Team“, sagt Sebastian Lemke.

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Derweil bereiten die Verantwortlichen alles für den Sonnabend vor, um so vielen Fans wie möglich einen Besuch am Meessen zu ermöglichen. „Es wird alles kleinteilig abgeklebt und abgesperrt. Je nachdem, ob die Zuschauer aus einem Haushalt kommen und sie dann zusammensitzen können oder nicht, können wir zwischen 50 und 100 Zuschauer reinlassen.“