Fußball-Oberliga

Harnik steht bei Dassendorf im Kader – aber spielt er auch?

Das Zücken der Autogramm-Karte von Martin Harnik könnte sich lohnen.

Das Zücken der Autogramm-Karte von Martin Harnik könnte sich lohnen.

Foto: Hanno Bode

Es könnte ein historischer Moment in der Clubgeschichte werden, falls Martin Harnik im Spiel gegen Süderelbe aufläuft.

Dassendorf. Spielt er oder spielt er nicht? Das ist die Frage vor der Auswärtspartie von Oberliga-Meister TuS Dassendorf am Sonnabend beim FC Süderelbe (18 Uhr, Kiesbarg). Die Rede ist natürlich vom 68-fachen österreichischen Nationalspieler Martin Harnik, der sich nach der Vertragsauflösung bei Werder Bremen Anfang Oktober den Dassendorfern angeschlossen hat (wir berichteten).

Anders als vor einer Woche im Heimspiel gegen Buchholz (1:1), als Harnik wegen der Verletzungsgefahr aufgrund seines Trainingsrückstands noch Zuschauer war, wird er nun zumindest im Kader stehen. Gut möglich also, dass der 33-Jährige ehemalige HSV-Star im Verlauf der Begegnung eingewechselt wird. Es wäre zweifellos ein historischer Moment nicht nur für die TuS-Vereinsgeschichte, sondern auch für die gesamte Fußball-Oberliga.

Marvin Möller fällt wochenlang aus

Den wird der frühere Schwarzenbeker Marvin Möller nicht auf dem Feld, sondern nur als Zuschauer erleben können. Dassendorfs Pechvogel der Woche zog sich beim 3:1-Sieg im Testspiel am Dienstag beim Regionalligisten Hamburger SV II eine Kapselverletzung im Sprunggelenk zu und fällt mehrere Wochen lang aus. Auch Mirco und Dennis Bergmann sowie Martin Schauer sind angeschlagen.

Dass die Dassendorfer sich in den Testspielen gegen Regionalligisten wie den Lüneburger SK (7:2) oder jetzt den HSV II (3:1) deutlich besser präsentieren als zuletzt in der Oberliga, verwundert TuS-Trainer Jean-Pierre Richter nicht. „Das ist halt ein ganz anderer Fußball, der da gespielt wird. Die Gegner suchen stärker die Initiative, und wir haben dadurch mehr Räume“, erläutert er. Gegen Süderelbe hingegen wird es wohl wieder ein Geduldsspiel werden – auch neben dem Platz. Wegen der Corona-Hygienemaßnahmen müssen sich die Dassendorfer in einem Zelt umziehen und können nur in Kleingruppen zum Duschen gehen. Wir leben halt in geschichtsträchtigen Zeiten.

Curslacks historische Chance

Historisch könnte es auch am Sonntag beim Gastspiel des SV Curslack-Neuengamme beim USC Paloma zugehen (10.45 Uhr, Brucknerstraße). Denn der letzte Auswärtserfolg der Vierländer an der Brucknerstraße ist über zehn Jahre her. Am 13. Mai 2010 gewannen sie dort mit 2:0, danach nie wieder.