Kreisliga-Kolumne

Elfmeter-Drama in der Nachspielzeit beim SV Börnsen II

Ronny Schmidtchen schlägt nach dem verschossenen Elfmeter entsetzt die Hände vor das Gesicht. 

Ronny Schmidtchen schlägt nach dem verschossenen Elfmeter entsetzt die Hände vor das Gesicht. 

Foto: Maurice Herzog

Ronny Schmidtchen hieß der Unglücksvogel beim 2:3 des SV Börnsen II gegen Düneberg II.

Bergedorf. So turbulent wie in diesem Jahr ist eine Saison in der Fußball-Kreisliga 3 selten gestartet. Die Mutter aller Dramen spielte sich dabei am Hamfelderedder in Börnsen ab.
Wie einst Hoeneß: Nachdem er in der fünften Minute der Nachspielzeit beim Stand von 2:3 einen Elfmeter in den Börnsener Nachmittagshimmel gehauen hatte, war Ronny Schmidtchen der einsamste Mensch auf diesem Planeten. So musste sich der SV Börnsen II dem Düneberger SV II trotz starker Leistung geschlagen geben. Für den Glanzpunkt der Partie hatte DSV-Mittelfeldmann Cem Aslan gesorgt. Mit einem wuchtigen Schuss aus 20 Metern traf er genau in den Winkel zum 1:0. „Das war wirklich ein Traumtor“, begeisterte sich DSV-Co-Trainer Carsten Schruhl.
Vier- und Marschländer Feiertage: „Wir haben alle unsere klaren Torchancen genutzt“, lobte Anna Hepfer, Trainerin des SCVM III, die Effektivität ihres Team beim 6:2 vor 80 Zuschauern (Hepfer: „Corona-ausverkauft“) am Zollenspieker gegen den ASV Bergedorf 85. Kurioserweise legte die „Erste“ des SCVM am Folgetag mit exakt demselben Ergebnis nach, sodass die Vier- und Marschländer aus dem Feiern gar nicht wieder herauskamen.
Anschauungsunterricht: Die Banden mit Abstandsmarkierungen beklebt, der Bereich der Trainerbänke mit Flatterband abgesperrt. Beim TSV Glinde II nahm man es beim Derby gegen die TSV Reinbek mit den Hygienemaßnahmen sehr genau. „Da sollten wir uns eine Scheibe abschneiden“, mahnt TSV-Trainer Rüdiger Neuhaus, „bei unseren Testspielen war es mir immer zu voll und zu eng.“ Am heutigen Dienstag trifft die TSV im Pokal-Nachholspiel auf den TuS Hamburg (19 Uhr, Theodor-Storm-Straße).
„Ich bin ein sehr sicherer Elfmeterschütze“: Mit diesen Worten hatte sich der Ex-Reinbeker Pascal Wittenhagen bei seinem neuen Team, dem SC Wentorf II, vorgestellt. Nun sollte er beim Stand von 2:1 gegen den FC Lauenburg den Worten Taten folgen lassen. Wittenhagen schoss Keeper Ardit Qerimaj an und erwischte dann den Abpraller – drin! Aber kann man das „sicher“ nennen? SCW-Trainer Andreas Weng ist von der Nervenstärke seines Neuzugangs überzeugt: „Er darf auch das nächste Mal schießen.“