Atlantik 97

Jetzt erst recht: Trainer setzt auf Trotzreaktion

Auch ohne seinen besten Fußballer Sergej Jeriomenko (Mitte, jetzt bei Oberligist VfL Lohbrügge) ist der BFSV Atlantik 97 wieder der große Favorit auf die Meisterschaft in der Kreisliga 3. Rechts: Atlantik-Kapitän Erich Iwanow; links: Marcel Singelmann vom SV Altengamme II.

Auch ohne seinen besten Fußballer Sergej Jeriomenko (Mitte, jetzt bei Oberligist VfL Lohbrügge) ist der BFSV Atlantik 97 wieder der große Favorit auf die Meisterschaft in der Kreisliga 3. Rechts: Atlantik-Kapitän Erich Iwanow; links: Marcel Singelmann vom SV Altengamme II.

Foto: Thomas Rokos / Thomas Rokos / BGZ

Atlantik 97 will den Bezirksliga-Aufstieg im dritten Anlauf schaffen. Trainer Alexander Schreiber schimpft über Corona-Spielmodus.

Neuallermöhe. So ganz hat Alexander Schreiber die abgebrochene Corona-Saison noch nicht abgehakt. Auf die Frage nach dem Grund, warum seine Mannschaft zum zweiten Mal in Folge den Sprung in die Bezirksliga verpasst hat, antwortet der Trainer des BFSV Atlantik 97: „Weil Hamwarde dreimal das Spiel ausfallen ließ. Mal hatten sie zu viele Rote Karten, mal zu viele Verletzte.“ Fakt ist: Zu den angesetzten Terminen kurz vor und nach der Winterpause war der Hamwarder Rasenplatz jeweils gesperrt. Fakt ist auch: Mit einem Sieg beim Überraschungsteam hätte der große Titelfavorit die Tabellenführung vom SVH übernommen.

So lagen die Neuallermöher beim Saisonabbruch hinter Hamwarde und schauten in puncto Aufstieg erneut in die Röhre. Nun startet Atlantik den dritten Anlauf in Richtung Bezirksliga. Aber sind denn aller guten Dinge auch drei, Herr Schreiber? „Mit diesem Modus können komische Geschichten rauskommen. Selbst wenn wir nach der Hinrunde klar vorne liegen sollten und wir in der Meisterrunde nur ein Spiel verlieren. Dieser Gegner aber alles gewinnt, wären wir wieder nicht Meister. Das hat mit Fairness nichts zu tun“, schimpft Schreiber. Hintergrund: Nach der Hinrunde werden alle Punkte gelöscht und eine Meister- sowie eine Abstiegsrunde gespielt.

Atlantik 97 mit besten Kader der Liga

Allerdings hatte Atlantik bereits in der vergangenen Serie den besten Kader der Liga und diesen trotz des Abgangs von Sergej Jeriomenko (zu Oberligist VfL Lohbrügge) noch einmal verstärkt. Vom SVNA (Landesliga) ist Dominik Schindler an den Marie-Henning-Weg gewechselt, von Hansa 11 aus der Landesliga Hammonia kommt Dejan Prostan. „Das sind Typen, die Ruhe reinbringen und die Mannschaft führen können“, sagt Schreiber. Andere umworbene Akteure wie Nick Gette oder Willi Iwanow sind trotz höherklassiger Angebote geblieben.

Unter dem Strich können sich die Neuallermöher eigentlich nur selbst schlagen. Etwa dann, wenn sie vermeintliche Pflichtaufgaben auf die leichte Schulter nehmen. In der vergangenen Saison setzte es nicht eingeplante Niederlagen gegen die zweiten Mannschaften des SVCN und Dassendorf. Zudem gab es nur ein Unentschieden gegen Börnsen II und Düneberg II. Ohne diese Ausrutscher wäre Atlantik auch ohne das Hamwarde-Spiel Tabellenführer gewesen. Sie würden also auch als Grund für den verpassten Aufstieg taugen.

„Ich hoffe, die Jungs sind klarer im Kopf geworden. Ich erwarte eine Trotzreaktion“, betont Schreiber.

Kader Atlantik 97 (Neu in Klammern)

TORHÜTER

Kristian Meister, Rodion Eirich, Jaroslaw Rybin

ABWEHR

Alexander Tomchik, Erich Iwanow, Vitali Rommel, Eduard Schneider, Willi Iwanow, Eugen Schmidgal, Samin Rasminda, Dejan Prostran (Hansa 11)

MITTELFELD

Dylan Volkmann (Gehörlosen SV), Johann Leinweber, Elyas Ebadi, Marcel Tymorek (ETSV Hamburg II), Alexander Butherus, Viktor Schäfer, Kirill Beigel (SVNA), Nick Gette, Max Zakharov, Maxim Teschko, Michael Kuhn (FC Bergedorf 85)

STURM

Dominik Schindler (SVNA), Nils Lawer, Kirill Weimer, Andreas Tymorek, Daniel Wysokinski, Dennis Braun (vereinslos)

TRAINER

Alexander SchreiberABGÄNGESergej Jeriomenko (VfL Lohbrügge), Eduard Geist, Arno Iwanow, Peter Tymorek (alle pausieren), David Tarsa (ETSV II)