Positive Stimmung

FC Bergedorf 85: Lebenszeichen eines Totgesagten

Die Mannschaft des FC Bergedorf 85 beim Testspiel in Geesthacht.

Die Mannschaft des FC Bergedorf 85 beim Testspiel in Geesthacht.

Foto: FC Bergedorf / FC Bergedorf 85

Von wegen Auflösung: Der FC Bergedorf 85 hat eine neue Mannschaft aufgebaut. Auch gibt es ein neues Trainer-Dreigestirn.

Bergedorf. Ständige Personalsorgen beeinträchtigten in der abgelaufenen Saison den FC Bergedorf 85. Mitunter bekam der Fußball-Kreisligist nicht einmal elf Akteure für ein Pflichtspiel zusammen. Training fand beim Tabellenschlusslicht praktisch so gut wie nicht statt. „Die lösen sich doch bestimmt auf“, unkten viele Staffel-Kontrahenten. Aber weit gefehlt: Mit einer neuen ersten Mannschaft und einem neuen Trainer-Dreigestirn will der Verein wieder positive Schlagzeilen schreiben. Und das weiterhin in der Kreisliga, weil es wegen der Corona-Krise bekanntlich keine Absteiger gibt.

„Bislang fühlt sich alles gut an. Bei keinem Training waren wir weniger als 16 Leute. Toi, toi, toi“, sagt der ehemalige Manager Erdal Ak­yol, der mit Savas Atlas und Oktay Ercan jetzt ein gleichberechtigtes Trainer-Trio bildet. Sie lösen den bisherigen Coach Sascha Otto ab.

FC Bergedorf 85: Auf sportlichem Wege zum Klassenhalt

Rund zwei Drittel des aktuellen Kaders bilden Neuzugänge. Bekanntester Spieler ist Sammy Güzel, der zuletzt beim MSV Hamburg in der Bezirksliga kickte und bereits in der Saison 2014/15 das FCB-Trikot trug. Die meisten Neuen kommen aus der „Zweiten“ des MSV. „Keiner trägt ein XXL-Trikot“, betont Akyol. Soll heißen: Sie sind relativ austrainiert.

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Nachdem es in den ersten drei Testspielen gegen unterklassige Gegner Siege gab, wurde auch Bezirksligist MSV Hamburg bezwungen. Die Ansätze sind also schon einmal vorhanden. Schließlich soll es diesmal auch zum Klassenhalt auf sportlichem Weg reichen.