Neue Saison

TSV Reinbek: Ein Königreich für einen Torjäger

Nach Pause zurück bei der TSV Reinbek: Abwehrspieler Kennet Schliewen bei einem Klärungsversuch.

Nach Pause zurück bei der TSV Reinbek: Abwehrspieler Kennet Schliewen bei einem Klärungsversuch.

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

TSV Reinbek muss den Weggang ihrer beiden treffsichersten Spieler kompensieren. Reinbeker wollen taktische Ausrichtung modifizieren.

Reinbek. 21 Treffer erzielten Pascal Özdemir (elf) und Pascal Wittenhagen (zehn) zusammengerechnet in der vergangenen Saison für die TSV Reinbek. In dieser Spielzeit muss Trainer Rüdiger Neuhaus ohne seine beiden besten Torjäger auskommen. Wittenhagen schloss sich Staffelkonkurrent SC Wentorf II an, Özdemir wechselte in die „Dritte“ des Oststeinbeker SV III. Rechnet man nun auch noch die vier Tore vom Efrem Alebachew (ebenfalls zu Wentorf II) hinzu, haben die Reinbeker fast die Hälfte ihrer 52 Saisontore abgegeben. Dies zu kompensieren, wird die Hauptaufgabe für die Stormarner sein. Oder anders gesagt: ein Königreich für einen Torjäger.

„Ich vermute daher einmal ganz stark, dass wir nicht um den Aufstieg mitspielen werden“, sagt Abteilungsleiter Peter Nikolaus. Man muss kein Prophet sein, dass es die Reinbeker schwer haben werden, unter die ersten sechs Teams zu kommen, die sich für die Meisterrunde qualifizieren.

Reinbeker wollen taktische Ausrichtung modifizieren

Da es für den vorderen Bereich zudem keine Neuzugänge gab, lastet die Bürde des Toreschießens hauptsächlich auf den Schultern von Jeffrey Brandt. Der erst 20-jährige Stürmer traf in der vergangenen Serie immerhin neunmal. Doch es bleibt abwarten, wie er damit zurechtkommen wird, wenn sich die gegnerischen Verteidiger fortan ganz auf ihn konzentrieren können. „Wir müssen es im Kollektiv kompensieren“, betont Neuhaus.

Zudem wollen die Reinbeker in dieser Saison ihre taktische Ausrichtung modifizieren. Weg von der auf Schnelligkeit ausgerichteten Spielweise hin zu einem stabileren Defensivverbund. Da kam dem Übungsleiter die lange Corona-Zwangspause gelegen. „Ich konnte mit unseren jungen Wilden in der Abwehr viele Gespräche führen. Schnell genug sind sie ja, aber ihr Stellungsspiel ist verbesserungswürdig“, sagt Neuhaus. Fortan könnte es also passieren, dass die Reinbeker nicht mehr 4:3 sondern nur noch 1:0 gewinnen.

Der Kader (Neu in Klammern):

TORHÜTER

Niklas Koepke

ABWEHR

Tobias Wachsmuth, Juliano Radosavl­jevic, Maikel Perz, Eric Lausch, Kennet Schliewen

MITTELFELD

Kay Farclas (TuS Aumühle-Wohltorf), Jawad Noroozi (SV Nettelnburg/Allermöhe), Tayfun Yetis, Jonas Wefel, Julien Kuri, Jonathan Großmann, Dennis Ebrahim, Pedro da Cruz Regis, Lukas Beckmann, Nika Baramashvili

STURM

Ahmad Alkhalil, Malte Behrmann, Markus Feininger, Daniel Schulze, Jeffrey Brandt

TRAINER

Rüdiger Neuhaus

ABGÄNGE

Pascal Wittenhagen, Efrem Alebachew (beide SV Wentorf II), Pascal Özdemir (Oststeinbeker SV, 3. Herren), Kjell Kudszus (SV Siek)