Tischtennis

Von einem Absteiger, der wohl doch nicht absteigt

| Lesedauer: 2 Minuten
Volker Gast
Ob Frederik Spreckelsen (links) und Sören Wegner auch kommende Saison in der 3. Bundesliga aufschlagen können, steht noch nicht fest.

Ob Frederik Spreckelsen (links) und Sören Wegner auch kommende Saison in der 3. Bundesliga aufschlagen können, steht noch nicht fest.

Foto: Volker Koch

Achterbahnfahrt der Gefühle: Trotz Abstieg kann der TSV Schwarzenbek hoffen, weiter in der 3. Bundesliga zu spielen.

Schwarzenbek. Der Deutsche Tischtennis-Verband hat beschlossen, die laufende Saison in allen Spielklassen wegen der Coronapandemie abzubrechen und die Tabellen von Mitte März als Abschlusstabellen zu werten. Damit sind die 1. Herren des TSV Schwarzenbek formal als Tabellenletzter der 3. Bundesliga in die Regionalliga abgestiegen. Denn in der Verlautbarung des DTTB heißt es unmissverständlich: „Die auf den Auf- und Abstiegsplätzen befindlichen Mannschaften steigen auf, beziehungsweise ab.“

Zwei Teams ziehen zurück

„Das ist für uns die ungünstigste aller Varianten“, bedauert Mirsad Fazlic. Der hauptamtliche Trainer des TSV hatte darauf gehofft, dass allen Teams der Klassenerhalt zugestanden würde, die ihn sportlich noch hätten erreichen können. Davon sah der Verband ab. Zudem hatten die Europastädter darauf gehofft, als Nachrücker auf jeden Fall in der 3. Bundesliga zu bleiben, weil die beiden vor ihnen platzierten Mannschaften TTC Ruhrstadt Herne und Hannover 96 zurückziehen. Auch diese Hoffnung ist erst einmal dahin.

Es gibt noch eine Chance für die Europastädter

Bei näherer Betrachtung ist die Sache jedoch alles andere als klar. Schwarzenbeks Abteilungsleiter Achim Spreckelsen sagt sogar selbstbewusst: „Ich gehe davon aus, dass wir auch kommende Saison auf jeden Fall in der 3. Bundesliga wieder mit dabei sind. Das kann ich mir gar nicht anders vorstellen!“

Seine Überzeugung begründet sich aus der Spielordnung des DTTB, nach der die Europastädter die Klasse halten würden. Dies zu erklären, ist ein bisschen kompliziert:

Es gibt vier Plätze für fünf Teams

Zehn Teams spielen in der 3. Bundesliga. Einen Absteiger aus der 2. Bundesliga gibt es nicht. Drittliga-Meister Hertha BSC steigt auf, Hannover 96 und Schwarzenbek steigen ab, Herne zieht zurück. Folglich gibt es vier freie Plätze. Zwei davon belegen die Regionalliga-Aufsteiger Velbert II und TTS Borsum. Bleiben zwei freie Plätze. Die stünden laut Spielordnung dem Neunten Hannover und dem Sieger einer Relegation der beiden Regionalliga-Zweiten Bargteheide und Kassel zu. Da Hannover zurückzieht, wäre Schwarzenbek als Zehnter als Nächster dran, noch vor dem Verlierer der Relegation.

Wird mit elf statt zehn Teams gespielt?

Problem: Die Relegation kann wohl gar nicht gespielt werden. Kein Sieger, kein Verlierer. Für Spreckelsen ist der Fall daher klar: „Die 3. Bundesliga muss in der kommenden Saison mit elf Teams spielen“ – mit Schwarzenbek!

( vg )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport