Oberliga

TuS Dassendorf: Stammkeeper Gruhne vor dem Abflug?

Olaf Lüttke
Im Hinspiel gegen den HSV III: Christian Gruhne hält den Ball fest.

Im Hinspiel gegen den HSV III: Christian Gruhne hält den Ball fest.

Foto: Hanno Bode

Der langjährige Torhüter der TuS Dassendorf hat ein Vertragsangebot ausgeschlagen und ein Ultimatum verstreichen lassen.

Dassendorf.  Vor dem Spiel der Fußball-Oberliga beim HSV III am Freitag (20 Uhr, Ulzburger Straße 94) ist Jean-Pierre Richter darum bemüht, den Ball flach zu halten. „Er hat sehr gut trainiert“, sagt der Trainer der TuS Dassendorf über Christian Gruhne und lobt den langjährigen Stammkeeper gleich noch ein zweites Mal. „,Chris’ hat in dieser Saison viele Qualitäten abgerufen.“ Alles gut, könnte man meinen. Ist aber nicht so. Der 29-jährige Gruhne hat ein Angebot des Spitzenreiters abgelehnt, ein Ultimatum verstreichen lassen. Die Zeichen scheinen auf Trennung zu stehen. Nach dem Spiel gegen den SV Curslack-Neuengamme (1:1) sagte TuS-Liga-Manager Alexander Knull zur Torhüter-Frage vielsagend: „Vielleicht haben wir ja schon einen neuen.“

Dabei können sie Unruhe im Moment gerade gar nicht gebrauchen. Nach dem vergangenen Spieltag ist der Vorsprung auf Verfolger Teutonia 05 auf drei Punkte zusammengeschrumpft. Und der Gegner am heutigen Freitag HSV III ist dank des 3:1-Auswärtserfolgs deutlich besser aus den Startlöchern gekommen als die Dassendorfer.

Drei Nationalspieler

Gleich drei ehemalige Nationalspieler hat die „Dritte“ des Hamburger SV in ihren Reihen. Da ist zum einen Christian Rahn, der zusammen mit Marcus Rabenhorst das Trainergespann bildet. Zum anderen sind da Marcell Jansen und Piotr Trochowski, die beide gegen Osdorf eingewechselt wurden. Letzterer traf zum 3:1-Endstand. „Das wertet den Amateurfußball ungemein auf“, sagt Richter.

Eine positive Nachricht gibt es dann doch vom Wendelweg: Len-Aike Strömer, der zusammen mit Richter vom SC Victoria nach Dassendorf kam, hat seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Eine „super Sache“ nennt das der TuS-Coach.

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