Handball-Kolumne

Nach zehn Toren: Philip Grothkopf will nie wieder trainieren

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Dirk Schulz
Bot eine starke Leistung gegen Suchsdorf: Lauenburgs Philip Grothkopf.

Bot eine starke Leistung gegen Suchsdorf: Lauenburgs Philip Grothkopf.

Foto: Hanno Bode

Nach seiner Gala-Vorstellung gegen Suchsdorf kam der Lauenburger Handballer auf eine interessante Idee. Mehr dazu in unserer Handball-Kolumne.

Aus dem Stehgreif: Die ganze Woche über hatte Philip Grothkopf beim Training der Lauenburger SV aufgrund einer Krankheit gefehlt. Das hinderte ihn jedoch nicht, in der Partie gegen Landesliga-Schlusslicht Suchsdorfer SV groß aufzuspielen. Zehn Tore steuerte Grothkopf zum 37:32-Erfolg bei. Lediglich am Anfang hatten die Lauenburger ein wenig Respekt. „Schließlich haben wir in dieser Saison schon einmal gegen einen Letzten verloren“, gab Trainer Carmelo Hadeler zu bedenken. Doch anders als beim 20:25 gegen die Lübecker TS Anfang November bekam sein Team kurz vor der Pause die Kurve. Am Ende blieb sogar Zeit dafür, die „künstliche Überzahl“ mit sieben gegen sechs Feldspieler einzustudieren. Nur von Grothkopfs Idee, fortan gar nicht mehr zu trainieren, weil es auch so hervorragend lief, war Coach Hadeler nicht begeistert.
Nie aufgegeben: In der Rückrunde wollten die Damen der SG Glinde/Reinbek zum Angriff auf den Klassenerhalt in der Landesliga blasen. Doch nach dem ersten Dämpfer bei der HSG 404 (22:28) kam das Team auch gegen den SV Henstedt-Ulzburg II nicht über ein 21:21 hinaus. Wobei der Punktgewinn letztlich als Erfolg gewertet werden muss. Denn die gesamte Partie über liefen die Gastgeberinnen einem Rückstand hinterher, der zeitweise sechs Tore betrug (10:16, 36.). Der Ausgleich gelang Donata Potthoff sechs Sekunden vor dem Ende.
Achtungserfolg: Bereits beim Regionsliga-Dritten HSG Wagrien hatten sich die Männer der SG Glinde/Reinbek wacker geschlagen, aber 28:31 verloren. Beim bisherigen Zweiten, dem ATSV Stockelsdorf II, belohnte sich das Team Coach Joachim Restorff nun und feierte mit dem 29:24 (Halbzeit 15:9) einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. Der Sieg war insofern bemerkenswert, weil die Stormarner fast die Hälfte des zweiten Spielabschnitts in Unterzahl auf der Platte standen (sechs Zeitstrafen).
Profiteur: Von der Stockelsdorfer Niederlage hat der TuS Aumühle-Wohltorf II profitiert. Der Aufsteiger gewann beim TSV Travemünde mit 26:24 und ist nun seinerseits Zweiter. Ob da jemand den Durchmarsch plant?
Trainerwechsel: Nach dem Trainerwechsel warten die Männer der HSG 404 weiter auf den ersten Sieg der Vereinsgeschichte. Im Derby beim VfL Geesthacht, dem Einstand von Coach Marcel Pruss, gab es für die im Sommer ins Leben gerufene Spielgemeinschaft aus Schwarzenbek und Trittau eine Niederlage – Endstand 26:32. Pruss, derzeit verletzt, davor Spieler, hat Andreas Hartung ersetzt, der aus gesundheitlichen Gründen aufgehört hat. „An den Fakten wird sich nicht viel ändern. Der Kader ist zu klein, zu viele sind verletzt“, glaubt Hartung nicht an eine Wende zum Besseren. Die HSG hat erst einen Punkt geholt.
Wiedergutmachung: Im Hinspiel beim Eimsbütteler TV (28:32) leistete sich der Hamburger Landesligist SG Bergedorf/Vier- und Marschlande seinen einzigen Ausrutscher. Ohne diesen wäre BVM Tabellenführer. Im Rückspiel gelang dem treffsichersten Team der Liga (33 Tore im Schnitt) die Revanche. BVM besiegte Eimsbüttel mit 36:28.

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