Oddset-Pokal

TuS Dassendorf mit Personalsorgen vor dem Pokalfinale

Diese Trophäe wollen Jean-Pierre Richter (links) und Henrik Dettmann auch am Sonnabend in den Händen halten.

Diese Trophäe wollen Jean-Pierre Richter (links) und Henrik Dettmann auch am Sonnabend in den Händen halten.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Dassendorf. Vor dem großen Endspiel gegen Eintracht Norderstedt am Sonnabend bangen gleich drei Dassendorfer Spieler um ihren Einsatz.

Dassendorf.  Als Jean-Pierre Richter gestern Nachmittag den Pressekonferenzraum des SC Victoria betreten hatte, wo die Medienrunde zum Oddset-Pokalfinale seiner TuS Dassendorf gegen Eintracht Norderstedt anberaumt war, schritt der Coach des Titelverteidigers erst einmal zu einer an der Wand stehenden Taktiktafel. Der 32-Jährige schob daraufhin ein paar der bunten Magnete hin und her.

Es schien beinahe so, als tüftle Richter in diesen Momenten bereits an seiner Aufstellung und Ausrichtung für das Endspiel am Sonnabend an der Hoheluft (10.30 Uhr). Wahrscheinlich war es beim akribischen Übungsleiter lediglich die Macht der Gewohnheit. Schließlich hatte er bis zum vergangenen Winter in diesem Raum und an dieser Tafel wöchentlich Victorias Oberliga-Kicker auf ihre Partien eingestellt, bevor er von seinen Aufgaben entbunden worden war.

Sven Möller mit Fersenproblemen

Nun kehrt Richter „mit gemischten Gefühlen“ an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Ich bin eher eine Nebenerscheinung“, sagte er und begründete dies damit, „dass ich den Titel in der vergangenen Saison mit der Mannschaft ja nicht gewonnen habe“. Tatsächlich übernahm Richter den entthronten Hamburger Meister erst, als ihn sein Vorgänger Elard Ostermann bereits in Halbfinale geführt hatte. Dort wartete – ausgerechnet – sein Ex-Klub Victoria auf die TuS. Es gab ein 1:0 durch einen späten Treffer von Sven Möller. Also vom Dreh- und Angelpunkt des Dassendorfer Spiels, der nun das größte Sorgenkind des Titelverteidigers ist. Der Offensivmann laboriert an Fersenproblemen und wird wohl nur unter Schmerzmitteln auflaufen können.

Rinik Carolus wieder fit

Hamburgs „Fußballer des Jahres“ ist aber nicht der einzige TuS-Kicker, der um seinen Einsatz im wichtigsten Saisonspiel bangen muss. Keeper Christian Gruhne und Innenverteidiger Kerim Carolus (beide Schienbeinprellungen) konnten beim ersten Training der Woche am Montag nicht mitmachen. Besser sieht es beim im Derby gegen den SV Curslack-Neuengamme ebenfalls angeschlagen ausgewechselten Allrounder Rinik Carolus aus. Er stand zu Wochenanfang wieder auf dem Platz. „Der eine oder andere Spieler steht auf der Kippe. Aber wir haben einen breiten und starken Kader. Ich bin mir sicher, dass wir die bestmögliche Mannschaft aufs Feld schicken können“, sagte Richter.

Und auch der 29 Jahre alte TuS-Stratege Henrik Dettmann schaut dem Finale zuversichtlich entgegen: „Die Favoritenrolle hat auf dem Papier vielleicht Norderstedt. Die haben sehr viel Qualität, aber die haben wir auch. Und wenn wir die auf den Platz kriegen, sehe ich gute Chancen für uns.“ Sein Coach nickte zustimmend.