Pyrotechnik angekündigt

„Kleines Risikospiel“ gegen den ASV Bergedorf

So war es das letzte Mal: Bergedorfer Fans brennen Pyrotechnik in Oststeinbek ab.

So war es das letzte Mal: Bergedorfer Fans brennen Pyrotechnik in Oststeinbek ab.

Foto: Maurice Herzog / Herzog

Oststeinbek. „Brennen für Bergedorf“, lautet der Slogan, mit dem Fans des ASV zu einem „Abschlussfeuerwerk“ beim Spiel in Oststeinbek aufrufen.

Oststeinbek. Was passiert am Freitag beim Fußball-Bezirksliga-Spiel zwischen dem Oststeinbeker SV und dem ASV Bergedorf 85? Die Verantwortlichen beider Vereine sind zumindest in heller Aufregung und haben sowohl den Hamburger Fußball-Verband (HFV) als auch die Reinbeker Polizei eingeschaltet. „Das ist offensichtlich ein kleines Risikospiel“, stellte daraufhin der stellvertretende Revierleiter Jochen Sohrt fest.

Unter dem Motto „Brennen für Bergedorf! 26.04.2019: Alle nach Oststeinbek!“ rufen die Fans der Gäste im Internet zum Besuch der Partie beim OSV auf. Oder auch „Der Anhängerclub lädt zum bunten Laternenumzug mit großem Abschlussfeuerwerk!“

„Wir werden genug Ordner haben“

Was damit gemeint sein könnte, verrät der Blick auf das letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine. Am 24. November 2017 kämpften beide Clubs um die Kreisliga-Meisterschaft. Damals führte das Abbrennen von Pyrotechnik durch die „85“-Fans zu einer Spielunterbrechung und einer Geldstrafe durch den HFV. Schon damals war die Kulisse mit rund 350 Zuschauern ungewöhnlich hoch. Zudem sind die Oststeinbeker bei den Bergedorfern Fans nicht unbedingt wohlgelitten.

„Das sind keine Schläger oder Hools. Die wollen nur Party machen und Bier trinken. Aber es könnten ein paar Hundert kommen“, glaubt Bergedorfs Sportlicher Leiter Jörg Franke. Mit einem Fanvertreter und Oststeinbeks Fußball-Obmann Michael Baaß – Franke und Baaß sind von Beruf übrigens Polizisten – hat er sich ausgetauscht. OSV-Liga-Manager Lothar Pfaff sagt: „Wir werden genug Ordner haben, wollen aber nicht immer vom Schlimmsten ausgehen.“

In der Tat musste die Bergedorfer Fangruppe bereits häufiger für das Abbrennen von Pyro-Technik Strafe zahlen. „Sie übernehmen das selbst. Der Verein zahlt nichts“, betont Franke. Durch Ausschreitungen ist der „Anhänger Club ASV Bergedorf 85“ dagegen nicht aufgefallen. Allerdings steht ihre Abkürzung „ACAB 85“ auch für „All cops are bastards“ (Alle Polizisten sind Bastarde).

Polizei will „mit Augenmaß vorgehen“

Jochen Sohrt von der Reinbeker Polizei betont: „Wir sind vorbereitet und werden mit dem nötigen Augenmaß vorgehen.“ Mehr wollte er aus polizeitaktischen Gründen nicht sagen.

Der Hamburger Fußball-Verband will derweil laut Sprecher Carsten Byernetzki die Ansetzung des Schiedsrichter nicht überdenken und einen erfahrenen Referee schicken. Aktuell soll der 18-jährige Gerhard Ludolph (Hoisbütteler SV) die Partie pfeifen. „Ich habe mich informiert Das ist ein guter Mann“, sagt Byernetzki.