Oddset-Pokal

Matchwinner Möller: TuS Dassendorf wieder im Pokalfinale

So jubelt ein Siegtorschütze: Dassendorfs Sven Möller (links) nach dem Freistoß zum 1:0.

So jubelt ein Siegtorschütze: Dassendorfs Sven Möller (links) nach dem Freistoß zum 1:0.

Foto: Volker Koch

Dassendorf. Der Titelverteidiger steht erneut im Endspiel um den Oddset-Pokal. Vor 479 zahlenden Zuschauern besiegte die TuS den SC Victoria.

Dassendorf. Sven Möller von der TuS Dassendorf teilt die Aufregung über die frühe Anstoßzeit des Oddset-Pokalfinals nicht. Bereits um 10.30 Uhr beginnt am 25. Mai das Hamburger Endspiel im Stadion Hoheluft, für das sich der Dassendorfer Oberligist am Ostersonnabend durch ein 1:0 gegen den SC Victoria zum zweiten Mal in Folge qualifizieren konnte. „Ganz ehrlich: Ich mag das. Man wacht auf und es geht sofort los. Dann hat man auch weniger Gelegenheit, aufgeregt zu werden“, sagte Möller.

Im Halbfinale vor 479 zahlenden Zuschauern war Hamburgs Amateurfußballer des Jahres 2018 auch kurz vor dem Ende noch hoch konzentriert. Möllers Freistoßtreffer in der 88. Minute bescherte dem Titelverteidiger auf den letzten Drücker das erneute Finalticket.

Gegner Eintracht Norderstedt

Gegner am „Tag der Amateure“ ist Regionalligist Eintracht Norderstedt. Die ARD überträgt an diesem Tag 21 Landespokalendspiele live im Fernsehen. Für Hamburg blieb nur die frühe Zeit, auch weil zur Mittagszeit ein Formel-E-Rennen im Ersten läuft. Zwar soll es einen finanziellen Ausgleich für die betroffenen Teams geben, dennoch ist es nicht nur für Norderstedts Trainer Jens Martens „ein Affront gegen den Amateurfußball“.

Eine tolle Werbung dafür war derweil das Halbfinale zwischen „Dasse“ und „Vicky“. Allerdings verpassten viele Zuschauer die Anfangsviertelstunde. Der Andrang war so groß, dass die Schlange vor dem Kassenhäuschen fast bis zur Straße reichte. Doch auch danach lieferten sich die Kontrahenten ein taktisch wie kämpferisch tolles Duell, in dem lediglich die Anzahl klarer Tormöglichkeiten zu wünschen übrig ließ.

Möller trifft auch den Pfosten

So hatten die Gäste ihre beste Chance schon nach zwei Minuten, als Dennis Bergmann aus guter Position zu unplatziert abschloss. Viel mehr sollte die TuS-Defensive nicht zulassen. Auf der anderen Seite hatten die Hausherren vor der Pause einige Halbchancen (5., 24., 37.) sowie einen Pfostentreffer nach einem Möller-Freistoß aus 22 Metern (40.).

Nach dem Wechsel blieb Dassendorf tonangebend und hatte gegen gut stehende Gäste weitere Gelegenheiten (48., 69., 80.). Doch nachdem Möller auch in der 86. Minute freistehend an „Vicky“-Torwart Dennis Lohmann scheiterte, deutete vieles auf eine Verlängerung hin. Zu der kam es dann doch nicht, weil „Mölli“ 180 Sekunden später Lohmann bei einem Freistoß aus 17 Metern düpierte. Der Dassendorfer traf aus zentraler Position flach ins Torwarteck.

Anschließend sprach der Matchwinner von einem „geilen Gefühl“. Am 25. Mai hat er dann vielleicht sogar doppelten Grund zu feiern. Erst nach dem Pokalfinale und anschließend auf der Hochzeit seines Jugendfreundes Mirco Dell (ASV Bergedorf 85). Manchmal hat eine frühe Anstoßzeit nämlich auch Vorteile ...
TuS: Gruhne; Büchler, Aust, R. Carolus; Dettmann, Hinze, Dittrich (90. Louca), Maggio; Möller; Kurczynski (46. Nägele).