Judo

Gerrit Noack – ein Bergedorfer Goldjunge

Gewann in Leipzig in der Klasse bis 73 Kilogramm den Titel bei den deutschen U18-Meisterschaften: Gerrit Noack von der Judo-Gemeinschaft Sachsenwald in der TSG Bergedorf.

Gewann in Leipzig in der Klasse bis 73 Kilogramm den Titel bei den deutschen U18-Meisterschaften: Gerrit Noack von der Judo-Gemeinschaft Sachsenwald in der TSG Bergedorf.

Foto: privat / Privat

Bergedorf. Die Judo-Gemeinschaft Sachsenwald stellt nach 21 Jahren wieder einen deutschen Meister: Gerrit Noack hat die Durststrecke beendet.

Bergedorf.  Die schönste Trophäe wartete zu Hause auf Gerrit Noack, nachdem er bei den deutschen U18-Judo-Meisterschaften den Titel in der Klasse bis 73 Kilogramm gewonnen hatte: ein vom kleinen Bruder Piet gebastelter Pokal aus Süßigkeiten. „Ein cooles Gefühl“ sei der Triumph von Leipzig, sagte der Kämpfer von der Judo-Gemeinschaft Sachsenwald in der TSG Bergedorf. „Ich habe auch viele Glückwünsche bekommen. Aber ich gehe jetzt ganz normal weiter zum Training“, betonte der 16-Jährige. Es besteht anscheinend keine Gefahr, dass der Schüler des Sachsenwaldgymnasiums in Reinbek abhebt.

Erst der dritte DM-Titel für die JGS

Bei seinem Verein sind derweil alle aus dem Häuschen. „Die Freude ist gar nicht in Worte zu fassen“, jubelte JGS-Sprecher Torri Mahncke. Später frohlockte er: „Bergedorf hat einen neuen Goldjungen!“ Irgendwie verständlich die Aufregung. Gerrit Noack ist nach Mirja Pries (Damen) und Fabian Gevert (U18) erst der dritte Deutsche Meister, den die JG Sachsenwald stellt. Und der letzte Triumph von Gevert liegt auch schon 21 lange Jahre zurück.

Bevor Gerrit Noack in Leipzig jubeln durfte, musste er jedoch eine lange Geduldsprobe überstehen. Seine Gewichtsklasse war früh morgens als erste dran. Viermal verließ der amtierende norddeutsche Meister die Matte als Sieger. Danach hieß es warten. Sechs elendig lange Stunden, bis er endlich bei den en bloc ausgetragenen Finalkämpfen gegen Jan Becker (Geisenheim) an der Reihe war. „Dazwischen war ich häufig auf Klo“, räumte Gerrit offen ein.

Am Wochenende geht’s zur U21-DM

Diesmal behielt der Träger des braunen Gürtels gegen Becker, dem er beim letzten Aufeinandertreffer noch unterlegen war, die Oberhand. Der siegbringende Ippon kam durch ein „kleines inneres Mitfallen“, im Fachjargon Ko-Uchi-Maki-Komi genannt.

Bereits seitdem er sechs Jahre alt ist, steht Gerrit Noack auf der Matte. Er stammt zudem aus einer Judo-Familie. Vater Karsten Lange ist Träger des 4. Dans. Seine Onkel Olaf und Lars Lange kämpfen ebenfalls in der JGS.

Für Gerrit Noack geht es bereits am Wochenende weiter. Bei der U21-DM in Frankfurt/Oder will der 16-Jährige vor allem Erfahrungen sammeln. Zudem startet der Schützling der Trainer Siggi Urschel (JGS) und Slavko Tekic (Landestrainer) in dieser Saison in 2. Bundesliga für das Hamburger Judo-Team. Seinen ersten internationalen Einsatz hat er Anfang April in Tschechien.