Fussball-Landesliga

Hakan Karadiken hat hingeworfen

Olaf Lüttke
Ist nicht mehr Manager beim Landesligisten FC Bergedorf: Hakan Karadiken.

Ist nicht mehr Manager beim Landesligisten FC Bergedorf: Hakan Karadiken.

Foto: HANNO BODE / Hanno Bode

Bergedorf. Beim FC Bergedorf 85 gibt es Auflösungserscheinungen. Auch das Trainergespann hört am Saisonende auf.

Das Unternehmen „Klassenerhalt“ ist gescheitert. Nachdem Juventude binnen drei Tagen zweimal mit 3:0 gewinnen konnte, hat der FC Bergedorf 85 nur noch theoretische Chancen auf einen Verbleib in der Fußball-Landesliga. Zumal mit Dersimspor (Sonntag, 15 Uhr, Baererstraße) und dem Bramfelder SV ein schwieriges Restprogramm auf den FCB wartet. Außerdem sind viele Spieler verletzt oder gesperrt. „Die Investition war für die Katz’“, sagte Ali Osman Sözen, der neue Vorsitzende des Vereins von den Sander Tannen, im Hinblick auf die sieben Neuverpflichtungen in der Winterpause. Doch es kommt noch viel schlimmer. Manager Hakan Karadiken hat bereits in der Vorwoche das Handtuch geworfen. Und auch das Trainergespann Dennis Kreutzer/Gökhan Acar hört am Saisonende auf, wie Sözen gestern bestätigte.

Verletzte Eitelkeiten?

Als offizielle Begründung, warum Karadiken mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist, werden gesundheitliche Gründe angeführt. Es könnten aber auch verletzte Eitelkeiten dahinterstecken. Mit Offensivspieler Ulas Dogan kam auch dessen Bruder Baris Dogan im Winter an die Sander Tannen. Und der hat schnell die Rolle eines Teammanagers übernommen. War dieser Umstand Karadiken ein Dorn im Auge? Der 42-Jährige war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Co-Trainer Gökhan Acar erklärte: „Ich bin sehr enttäuscht von der Entwicklung. Hakan hat uns nach Bergedorf geholt.“

Auf Vereinschef Sözen kommt nun eine Menge Arbeit zu. Für die Bezirksliga hat der FC Bergedorf 85 weder Trainer noch einen Manager noch eine Mannschaft. „Wir hätten uns retten können. Aber nachdem wir bei Juventude nur 1:1 gespielt haben, war die Sache durch. Ich wollte hier mit Hakan zusammenarbeiten. Jetzt geht die Arbeit für mich alleine los“, klagte Vereinschef Sözen.

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