Es geht ums Geld

Vereinsaustritte beim SC Schwarzenbek

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Schwarzenbek.  Es war seine Abschiedsvorstellung. Beim Hallenturnier des Fußball-Landesligisten SC Schwarzenbek streifte Jan Bannasch noch einmal das Trikot der Europastädter über. Zum letzten Mal: Bannasch ist ebenso wie die Brüder Hasan und Hüseyin Kurt sowie Torben Krauel aus dem Verein ausgetreten. „Damit brechen uns wichtige Säulen weg“, sagt Trainer Erdinc „Schoko“ Özer. Hinter anderen Spielern steht noch ein Fragezeichen.

Es geht ums Geld. Aus Mannschaftskreisen heißt es, es würden keinerlei Aufwandsentschädigungen mehr gezahlt werden. Dem widerspricht der sportliche Leiter Frank Flatau: „Da einige Sponsoren ihre Zusagen nicht eingehalten haben, mussten wir den Etat herunterfahren.“ Keine Frage: Der SCS ist in dieser Saison arg gebeutelt.

Immer wieder mussten Alte-Herren-Kicker und sogar Spieler im Seniorenalter in der Landesliga-Elf aushelfen. Als Konsequenz auf die personelle Misere zog der Verein die zweite Mannschaft aus der Bezirksliga zurück. Alle Kräfte sollten in der „Ersten“ gebündelt werden. Nach der jüngsten Austrittswelle dürfte schon jetzt klar sein: In der kommenden Saison gibt es einen Neuanfang in der Bezirksliga. Der verbliebene Kader dürfte kaum der Lage sein, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren – auch wenn der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz nur drei Zähler beträgt.

In der Spielzeit 2017/18 soll sowieso alles anders werden. Das Team für den Neuaufbau um Trainer Sven Reinke, der zehn Jahre lang die „Zweite“ des SCS gecoacht hat, steht. Aufwandsentschädigungen werden dann gar nicht mehr gezahlt. Unter welchem Vereinslogo die Schwarzenbeker künftig firmieren werden, ist noch offen. Obwohl das Vorstandsduo, Wolfgang Kubbutat und Thomas Nowottnik, frühzeitig erklärt hatte, nicht mehr weitermachen zu wollen, wurde kein Nachfolger gefunden. Daher gibt es Gespräche mit dem TSV über eine Rückkehr der Fußballer. Völlig offen ist nach der jüngsten Entwicklung, wer am 20. Januar zum Auftakttraining erscheinen wird. „Ich lass mich überraschen“, sagt Trainer Özer.

( olü/lia )

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