Bergedorf.

Krönender Abgang für den goldenen Jahrgang 1998/99

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Dirk Schulz

Handball Im letzten Spiel gewinnt die A-Jugend der SG Bergedorf/VM den Pokal

Bergedorf.  In ihrem letzten Spiel nach zehn überaus erfolgreichen Jahren setzten sich die A-Jugend-Handballerinnen der SG Bergedorf/Vier- und Marschlande ein würdiges Denkmal. Im Hamburger Pokalfinale rang das Team von Trainer Dirk Jeßen die HT Norderstedt nieder. Ausgerechnet Norderstedt. Jenen Konkurrenten, gegen den es in den vergangenen Punktspielen immer deutliche Niederlagen gesetzt hatte. Aber nicht diesmal. Noch einmal zeigten die BVM-Mädels, was sie all die Jahre stark gemacht hat: großer Zusammenhalt und unbändiger Kampfgeist. In einer engen Begegnung war es letztlich Mannschaftsküken Clementine Stoll, die mit zwei Treffern in der Schlussphase den 24:22-Erfolg sicherte.

„Norderstedt hat uns vielleicht nicht ernst genommen“, räumte Coach Jeßen ein, der fürs Pokalfinale Unterstützung aus der 1. Damen bekommen hatte. Mit Sophia Nigbur, Celina Skala und Lia Müller, die alle noch A-Jugend spielen können, war die SG BVM mit Norderstedt auf Augenhöhe.

„Der Pokalsieg fehlte noch in unserer Sammlung“, sagte ein stolzer Coach Jeßen, der einigen Eltern aber deutlich anmerkte, „dass sie traurig waren, dass es jetzt vorbei ist.“ Denn obwohl das Team noch ein Jahr in der A-Jugend spielen könnte, wagen einige Spielerinnen den nächsten Schritt. Allen voran Cassandra Nanfack (17), die zum Nachwuchs von Frauen-Bundesligist Buxtehude wechselt, wo sie auch Junioren-Bundesliga spielen kann. Andere Talente wie Stoll, Merle Jeßen und Talia Gümüsdere schließen sich dem AMTV an, dessen Nachwuchs ebenfalls gen Bundesliga strebt. Ein Teil der BVM-Mädchen geht zudem wohl in die eigene 2. Damen.

„Das war unser talentiertestes Jugendteam aller Zeiten. Einige sind dabei, die wirklich großes Potenzial haben. Für den Verein ist es schade, dass sie nicht gehalten werden konnten“, bedauert BVM-Pressewart Tobias Adam.

Trainer Jeßen hatte früh gemerkt, dass der Jahrgang 1998/99 ein überaus talentierter ist. Nach zwei Landesliga-Titeln wagte das Team den Sprung in die Hamburg-Liga. Zwei weitere Meisterschaften später erfolgte die Qualifikation für die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Und obwohl es dort meist gegen ältere Gegnerinnen ging , sprangen am Ende ein fünfter und ein sechster Platz heraus. „Die Mädchen sind einzigartig. Sie haben zusammengehalten und hatten viel Spaß zusammen. Außerdem hatten wir fantastische Eltern und ich ein tolles Trainerteam, ohne die wir alles gar nicht geschafft hätten“, resümiert Jeßen. Er will nun erst einmal eine Handballpause einlegen.

Für Nanfack, Nigbur, Müller und Skala waren es doppelt erfolgreiche Tage. Mit den 1. Damen haben sie ebenfalls den Pokal gewonnen (wir berichteten).

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