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Verteidiger mit Torriecher

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Dirk Schulz

Kreisligakolumne Stephan Funk schießt ASV Bergedorf 85 im Alleingang zum Derbysieg bei der TSG

Auf Abwegen: Von Haus aus ist Stephan Funk Stürmer. Doch weil dem Fußball-Kreisligisten ASV Bergedorf 85 nach vier Spielen die Verteidiger ausgingen, rückte der 24-Jährige auf die Position, auf der er auch schon bei der „Zweiten“ des SVNA Erfahrung gesammelt hat. Seinen Torriecher hat „Funker“ dadurch natürlich nicht verloren. Im Derby bei der TSG Bergedorf schoss Abwehrmann Funk die „Elstern“ mit drei Treffern zum 3:2-Sieg. „Wir haben schlecht gespielt, haben dank eines überragenden Einzelspielers gewonnen“, sagte ASV-Trainer Jörg Franke. TSG-Abteilungsleiter Jörg Schulz ärgerte sich derweil über die zwei unnötigen Ampelkarten beim Stand von 2:2. „Darum haben wir verloren“, sagt er.
Auf 180: Konfettipistolen, Feuerwerkskörper, Pyro-Technik – der bekannt stimmungsfrohe Fanblock des ASV Bergedorf 85 sorgte auch im Billtalstadion dafür, dass im Duell bei der TSG Derbystimmung aufkam. Nur der Platzwart fand das Ganze nicht lustig. „Das gab ein bisschen Ärger“, sagte Abteilungsleiter Jörg Schulz. Sogar ASV-Boss Klaus Hinz musste einschreiten. Schulz sprach derweil von einer „tollen Atmosphäre“. ASV-Trainer Jörg Franke fand den Auftritt des Platzwartes hingegen „total daneben“. Und die ASV-Fans? Die antworteten auf ihre Weise. Nach dem Derbysieg feierten sich vor dem Stadion einfach weiter.
Aufwärtstrend: Nachdem der FC Lauenburg auch gegen die hoch gehandelte SV Billstedt-Horn mit 6:2 triumphiert hatte und auf Platz sieben hoch rückte, meldete sich Trainer Kadir Gündüz aus dem sechswöchigen Türkei-Urlaub bei Interimscoach Senol Kocaman. „Ihr braucht bald keinen Trainer mehr“, flachste Gündüz, der beim nächsten Spiel allerdings zurück ist. Sein Sohn Bün­yamin hat derweil nach drei Treffern in der Torschützenliste zu Spitzenreiter Dennis Tornieporth (beide zwölf) aufgeschlossen.
Auferstehung: Zugegeben, es war nur der SC Europa. Und dennoch feierte beim SV Hamwarde das Sturmduo Andre Wengorra/Hansi Ohle seine Auferstehung. Beim 10:0 gegen den Letzten stand das einstige Traumduo des FSV Geesthacht erstmals gemeinsam in der Startelf. Ausbeute: Wengorra traf fünfmal und assistierte bei beiden Ohle-Toren. Dieser wiederum legte „Wengo“ zwei „Buden“ auf – nebenbei ein schöner Einstand für Neucoach Daniel Mauritz.
Aufstiegsanwärter? Nach dem 4:1 in Altengamme II ist der SC Schwarzenbek II neuer Spitzenreiter. Für viele Konkurrenten keine Überraschung, schließlich ist für sie das Team von Sven Reinke ein Anwärter auf den Aufstieg. Doch Coach Reinke bleibt sich treu: „Einen Topfavoriten gibt es in dieser Liga wohl eher nicht“, wiegelt er ab. Sollte der SCS allerdings auch gegen die hoch gehandelten Willinghusener triumphieren, muss Reinke wohl bald der Realität ins Auge sehen.

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