Vom Sturz eines Titelfavoriten

Von Olaf Lüttke

Derby, die Erste:
Die Euphorie beim Düneberger SV vor dem Saisonstart der Fußball-Kreisliga 3 kannte keine Grenzen. Kein Wunder, schließlich spielte der DSV eine starke Vorbereitung und landete mit der Verpflichtung von Ex-Profi Dennis Tornieporth den Transfer-Coup der Sommerpause. Doch auch am Silberberg ist eben nicht alles Gold, was glänzt. Und so startete einer der Titelfavoriten mit einer Niederlage in die Saison. "Das muss ich auf meine Kappe nehmen. Ich habe offensiv aufgestellt und viele junge Spieler gebracht", sagte DSV-Trainer Dirk Gastein nach der 1:2-Derbypleite gegen den SV Hamwarde. Allerdings gab es einen Pechvogel. Erst verursachte Michel Siepelt vor 150 Zuschauern den Handelfmeter, der zum 0:1 führte, und vor dem zweiten Gegentor vertändelte er als letzter Mann den Ball. Glückliche Gesichter hingegen in Hamwarde. Vor allem bei Florian Herrmann, der nur vier Minuten nach seiner Einwechselung zum 2:0 traf. Der Torschütze war nach einer halben Stunde für Hansi Ohle, der den Elfmeter verwandelt hatte, gekommen. Für Ohle ging es sofort weiter nach Berlin - zu seinem Junggesellenabschied.

Derby, die Zweite:
Ingo Carstensen redete Klartext. "Unser 1:0-Sieg war glücklich und unverdient", gab der Trainer des SV Curslack-Neuengamme II zu. Bei der spielentscheidenden Szene erkannte der Unparteiische auf Rückpass, nachdem SVA-Keeper Torsten Schwarz den Ball mit der Hand aufgenommen hatte. "Den hätte ich nicht gepfiffen", sagte Carstensen. Curslacks Sebastian Pietsch bugsierte den Ball aus sieben Metern ins Tor. SVA-Coach Frank Graf trauerte derweil den vergebenen Chancen der ersten Hälfte nach.

Torfestival:
Einen Tag der offenen Tore gab es in der Partie FC Lauenburg gegen Willinghusen (3:6). FCL-Trainer Kadir Gündüz hatte eine einfache Erklärung für das halbe Dutzend Gegentreffer: "Mir fehlte die komplette Viererkette. Die sind alle im Türkei-Urlaub." Dabei hatte sich seine Mannschaft nach einem 1:3-Rückstand durch zwei Tore von Bünyamin Gündüz auf 3:3 herangekämpft. "Nach dem 3:4 haben wir uns aber aufgegeben", erklärte der FCL-Coach.

Falsche Prognose:
In unserem Fußball-Sonderheft "Anstoß" sahen wir den Escheburger SV schon als Absteiger. Doch dann zwang das Team Concordia im Pokal in die Verlängerung (Endstand 1:4) und feierte zum Liga-Auftakt einen 3:1-Sieg gegen den Oststeinbeker SV. "Im Pokalspiel haben wir uns jede Menge Selbstvertrauen geholt", erklärte ESV-Trainer Mario Meier. Um oben mitzuspielen, reicht es für den Aufsteiger aber nicht. "Für uns geht es um den Klassenerhalt", sagte Meier.

Willkommen in der Kreisliga:
Nur 30 Sekunden war die Partie beim SV Börnsen II alt, und schon hatte es im Gehäuse der TSG Bergedorf geklingelt. "Willkommen in der Kreisliga", rief TSG-Abteilungsleiter Jörg Schulz seinen Spielern da entgegen. In der Folge kämpfte sich der Aufsteiger ins Spiel und kam noch zum Ausgleich (1:1). Die Börnsener feierten dennoch. Mit der ersten Mannschaft ging es am Abend zum Funbeach-Volleyballturnier nach Kröppelshagen. Tags darauf traf man sich dann beim Spiel der "Dritten" und zündete Bengalos.

Schützenfest:
Mit 10:1 fegte der VfL Lohbrügge II den SC Europa vom Feld. Sebastian Dietz wollte den Erfolg aber nicht überbewerten. "Der Gegner war einfach schwach", resümierte der VfL-Trainer und weiter: "Die kannten untereinander nicht mal die Namen ihrer Mitspieler."