Erst beobachten, dann vorbeiziehen

Bergedorf
(kob).
Nur knapp erreichte Catharina Mewes von der TSG Bergedorf bei den deutschen Jugend-Leichtathletikmeisterschaften in Jena den U18-Endlauf der zwölf besten 1500-Meter-Läuferinnen. Doch wer gedacht hatte, im Finale würde Mewes der Konkurrenz nur hinterherlaufen, sah sich getäuscht. Das Talent rannte mit einer couragierten Leistung auf Rang sieben und verbesserte seine Bestzeit um rund vier Sekunden auf 4:44,95 Minuten.

Mewes Erfolgstaktik: "Ich habe mich im Finale erst mal zurückgehalten und mir das Ganze von hinten angeguckt." Als es dann in die letzte Runde ging, konnte die Bergedorferin beschleunigen und an einigen Konkurrentinnen vorbeiziehen. Dabei wäre nach dem Vorlauf beinahe schon Schluss gewesen. Mit einer Zeit von 4:53,23 Minuten lief Mewes nur um 45 Hundertstel schneller als ihre Mannschaftskollegin Michelle Janus. "Dass ich weitergekommen bin und nicht Michelle, war Glück", sagte Mewes anschließend.

Janus verpasste zwar den Endlauf, durfte dafür aber in der 3x800-Meter-Staffel der Frauen starten, die traditionell im Rahmen der Junioren-Titelkämpfe stattfindet. Kim Lassen und die beiden 17-jährigen Sina Günther und Janus rannten in Jena zu einer neuen Bestzeit (7:03,26 Minuten) und Rang 16.

Enttäuschend verliefen die Meisterschaften dagegen für die 4x100-Meter-Staffel U20 der LG Reinbek/Ohe. Ein Fehler bei der Stabübergabe machte alle Hoffnungen auf eine erneute Finalteilnahme für Vivica Klinck, Sandra Papke, Neele Brückner und Janine Steffen zunichte. Im vergangenen Jahr war die Reinbeker Staffel in der U18 auf Rang sieben gelaufen.

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