Holzkunst

Neuer Lichterbogen zeigt die Bergedorfer Kirche

Neu im Sortiment der Holzkunst Vierlande: Thorsten Timmann (45), Tischlermeister aus Neuengamme, hat der Kirche St. Petri und Pauli als Motiv in seinen Lichterbögen verewigt.

Neu im Sortiment der Holzkunst Vierlande: Thorsten Timmann (45), Tischlermeister aus Neuengamme, hat der Kirche St. Petri und Pauli als Motiv in seinen Lichterbögen verewigt.

Foto: Lena Diekmann / BG/Diekmann

St. Petri und Pauli sind nun im Lichterbogen verewigt. Das sind die weiteren Motive von Tischlermeister Thorsten Timmann aus Neuengamme.

Neuengamme.  Mit einem Vierländer Paar fing vor fünf Jahren alles an. Im aus dem Erzgebirge stammenden Lichterbogen präsentierte sich nun Dank des handwerklichen Geschicks von Thorsten Timmann ein Trachtenpaar vor einem Fachwerkhaus. Es sollte ursprünglich nur ein Versuch sein, an den sich der Tischlermeister vom Neuengammer Hinterdeich damals wagte.

Doch dabei ist es nicht geblieben: Der Lichterbogen der Holzkunst Vierlande fand viel Zuspruch und der Tischlermeister so viel Freude an seinem neuen Hobby, dass in jedem Jahr neue Motive hinzukamen – sieben Stück gibt es mittlerweile zur Auswahl: neben dem Vierländer Paar zählen auch die Riepenburger Mühle, das Zollenspieker Fährhaus, der Bahnhof Zollenspieker, die Feuerwehr Kirchwerder-Nord sowie der Hamburger Hafen dazu.

Neuer Lichterbogen zeigt die Bergedorfer Kirche

Mit dem neuesten Motiv möchte der Tischlermeister nun adventlichen Glanz mit Lokalkolorit auch in die Bergedorfer Fenster bringen. Dafür hat er die Kirche St. Petri und Pauli im Bogen aus Birkensperrholz verewigt. Mehrmals sei er in den vergangen Jahren darauf angesprochen worden, dass sich auch ein typisches Bergedorf-Motiv gut im Lichterbogen machen würde.

Also fing er an zu tüfteln und versuchte sich zunächst am Bergedorfer Schloss. Doch Thorsten Timmann musste sich dabei eingestehen, dass sich eben nicht jedes Gebäude für einen Lichterbogen eignet: Es müsse markante Linien haben und zugleich die Möglichkeit für gelegentliche Aussparungen im Holz bieten, damit Licht hindurchfallen könne, erklärt Timmann.

Doch als dann das Schloss als Holzentwurf im Bogen steckte, erkannte es keiner der dazu befragten Freunde und Verwandten. Also hielt das Motiv auch dem strengen Urteil des Tischlermeisters nicht stand. Nicht weiter schlimm: „Der kreative Prozess ist das, was mir daran Spaß macht. Der Weg ist also das Ziel“, sagt Thorsten Timmann.

Tischlermeister übertrug Fotos in ein Zeichenprogramm

Mit St. Petri und Pauli klappte es dafür viel besser: Anhand von eigenen Fotos übertrug der Tischlermeister die Kirche in ein Zeichenprogramm, tüftelte an den passenden Aussparungen im Fachwerk und an der Kirchturmuhr. Busch und Baum bringen die gewünschte Tiefe in das Motiv und zugleich versteckt sich am Stamm des Baumes ein Detail, das mit drei geschwungenen Bögen an das Bergedorf-Logo erinnert.

Die Lichterbögen kosten 110 Euro und können online bestellt und bei Thorsten Timmann am Neuengammer Hinterdeich 180 abgeholt werden. Nach Absprache ist auch ein Versand des reinen Lichterbogens möglich. Ein passender Sockel, den es ebenfalls im Sortiment gibt, würde also nicht mehr ins Paket passen.

Timmermann sucht gerne neue Motive für die Lichterbögen aus

Thorsten Timmann stellt die Bögen nicht her, um damit das große Geld zu verdienen. Es ist sein Hobby, und das soll es auch bleiben, betont der 45-Jährige. Es mache ihm einfach Spaß, neue Motive auszusuchen und im Zeichenprogramm umzusetzen. Selbst dann, wenn draußen noch gar nicht an Advent zu denken ist: „Meist fange ich im Hochsommer damit an.“

Internet: www.mein-lichterbogen.de