Neuallermöhe

Anbau an das KulturA: Verspätet und wohl deutlich teurer

Das Bürgerhaus KulturA soll einen Anbau erhalten. Doch obwohl im Mai Spatenstich sein sollte, ist noch immer nichts passiert.

Das Bürgerhaus KulturA soll einen Anbau erhalten. Doch obwohl im Mai Spatenstich sein sollte, ist noch immer nichts passiert.

Foto: Thomas Voigt

Im Mai hätte Spatenstich sein sollen. Doch die erste Ausschreibung des Projekt war erfolglos – mit wohl teuren Folgen.

Hamburg. Der Mangel an Handwerkern und an Baumaterialien macht sich nun auch am KulturA in Neuallermöhe bemerkbar: Bereits im Mai sollte bei dem Bürgerhaus an der Otto-Grot-Straße 90 eigentlich der Spatenstich für einen Anbau sein. Doch still ruht der See: Nur ein Bagger parkt am Haus. Nun hat auch die Bergedorfer CDU-Fraktion eine Anfrage zum Thema gestartet.

Die Fraktion ist besorgt. Mit der Verzögerung solle auch eine erhebliche Baukostensteigerung einhergehen, heißt es. Was die Ursache für die Steigerung ist und wie hoch sie wohl ausfalle, möchte die Fraktion unter anderem wissen. Eine offizielle Antwort auf die Anfrage steht bisher aus.

Der Anbau ans Bürgerhaus KulturA wird deutlich teurer

Auf Nachfrage bestätigt das Bergedorfer Bezirksamt deshalb nur, dass am KulturA tatsächlich mit einer Baukostensteigerung zu rechnen sei. Die erste Ausschreibung der Sprinkenhof GmbH – die vom Bezirksamt mit der Planung und dem Bau des Anbaus beauftragt wurde – sei erfolglos gewesen.

Grund seien wohl Faktoren wie Fachkräftemangel, Engpässe beim Baumaterial sowie der Bauboom insgesamt, sagt Sprecherin Kerstin Godenschwege. „Hinzu kommt, dass die Größe des Baus nicht besonders attraktiv ist für Bauunternehmen.“

Finanzierung der Kostensteigerung musste zunächst geklärt werden

Die erfolgte zweite Ausschreibung habe einiges an Zeit gekostet. In der Folge habe es – „auch nicht unerwartet mit Blick auf die Entwicklungen im Baubereich“ – eine Kostensteigerung gegeben. „Die Finanzierung der Kostensteigerung musste geklärt werden.“

Dies sei aber mittlerweile erfolgt. „Die Sprinkenhof arbeitet nun an einer Aktualisierung der Aufgaben und des Bauzeitenplans.“ Das Bezirksamt sei zuversichtlich, dass es bald Baufortschritte geben werde. Allerdings: Vor 2022 wird damit nicht gerechnet.

( cr )