Hochwasserschutz

Stadt Hamburg erweitert ihren Flächenvorrat in Moorfleet

Lena Diekmann
Die Moorfleeter Wanne dient der Stadt Hamburg „zur langfristigen Flächenbevorratung“.

Die Moorfleeter Wanne dient der Stadt Hamburg „zur langfristigen Flächenbevorratung“.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Was geschieht mit dem ehemaligen Betriebsgelände von „Die Gestalter“ und der Moorfleeter Wanne? Sorge vor weiterem Gewerbebau?

Hamburg. Das ehemalige Betriebsgelände der Firma „Die Gestalter“ Brinkmannam Moorfleeter Deich 73 wurde vor wenigen Jahren von der Stadt Hamburg gekauft. Seitdem stehen die Hallen im hinteren Bereich des Geländes leer. Die Bergedorfer SPD-Fraktion wollte nun erfahren, was die Stadt mit dem Gelände und Gebäuden plant und stellte ein entsprechendes Auskunftsersuchen.

Zudem wollten die Sozialdemokraten wissen, warum die Stadt in letzter Zeit weitere Grundstücke entlang des Moorfleeter Deiches in direkter Deichnähe erworben hat und welche Pläne sie mit dem Ankauf verfolgt.

Für mehr Hochwasserschutz: Stadt Hamburg sichert sich Flächen in Moorfleet

Laut Finanzbehörde wurde das Brinkmann-Grundstück zur „Arrondierung des städtischen Grundbesitzes zur langfristigen Flächenbevorratung“ erworben. Neben der strategischen Arrondierung des bestehenden großflächigen, städtischen Eigentums in der sogenannten Moorfleeter Wanne erfolge der Ankauf bebauter und unbebauter Grundstücke auch zur Sicherung entsprechender Potenziale für den Ausbau der Hochwasserschutzanlagen im Hinblick auf die langfristigen Erfordernisse des Hochwasserschutzes.

„Die Anpassung an den Klimaschutz zum Wohle der Gesamtbevölkerung vor Ort ist ein langfristiges Anliegen des Senats“, teilt die Finanzbehörde mit.

Laut Vertrag ist keine großflächige Bebauung in Moorfleeter Wanne erlaubt

Allerdings ist, nachdem Stadt und Nabu 2019 den „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ abgeschlossen haben, keine großflächige Bebauung in der Moorfleeter Wanne mehr erlaubt. Lediglich eine „kleinflächige Inanspruchnahme“ soll dort noch möglich sein. Dann müsste laut Vertrag aber eine alternative, gleich große Freifläche, möglichst in räumlicher Nähe, hergerichtet werden.

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