Lohbrügge

Mit Schlüsselbändern 1300 Euro für die Ukraine gesammelt

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Einige der Viertklässler der Schule Sander Straße, die mit ihren selbst gefertigten Schlüsselbändern 1300 Euro für die Ukraine sammelten.

Einige der Viertklässler der Schule Sander Straße, die mit ihren selbst gefertigten Schlüsselbändern 1300 Euro für die Ukraine sammelten.

Foto: Jan Schubert / BGDZ

Jungen und Mädchen der Schule Sander Straße haben mit Bastelarbeiten Spenden für die Ukraine gesammelt. Die Aktion kam gut an.

Lohbrügge.  Plötzlich war die Idee da. Von einem Mädchen aus der 4 b, der Klasse von David Jonas. Ein zehnjähriges Mädchen, das unbedingt etwas für die Menschen in der Ukraine tun wollte. „Lasst uns etwas basteln für die Kriegsopfer!“ Die Idee kam nicht nur beim Klassenlehrer Jonas und den Klassenkameraden hervorragend an, sondern auch in der gesamten Stufe 4.

60 Kinder, die 180 blau-gelbe Schlüsselbänder basteln – für solch außergewöhnliche Aktion bietet die Schule Sander Straße mit dem „Projekt Fuchszeit“ kreativen Freiraum neben den üblichen Unterrichtsstunden wie Deutsch, Musik, Sport. Und die Grundschüler von David Jonas und seinen Kolleginnen Birte Kiesbye und Sabine Wagner bekommen ja den Schrecken des Krieges mit. logo! Kindernachrichten ist da ein vielgesehenes, weil altersgerechtes Medium.

Blau-gelbe Schlüsselbänder brachten Unterstützung für die Ukraine

Ein blau-gelbes Stück für den Frieden, das beim Griff in die Hosentasche jederzeit an das höchste Gut der Menschheit erinnert: Die Viertklässler entwarfen Flaggen und Banner für ihre Aktion, natürlich auch in blau-gelb. „Give peace a chance“ – wie wahr.

So ging es in Kleingruppen zum Beispiel zur Bahnhofseite des CCB (Weidenbaumsweg), auf die Alte Holstentraße oder ins Sachsentor. Gegen eine selbst zu wählende Spende konnten Bergedorfer die Ukraine-Bänder erwerben.

Und es funktionierte. „Die Bergedorfer sind sehr spendenwillig“, schildert David Jonas, der Mathematik und Sachkunde unterrichtet, seinen Eindruck. Alle Schlüsselbänder sind weg, was insgesamt 1300 Euro für die Unicef (und dort gezielt die Ukraine-Hilfe) brachte. Vorerst sind keine weiteren Bänder in Planung. Dabei werde das Kriegsthema gar nicht mal so ausufernd im Klassenzimmer behandelt, erklärt David Jonas. „Es ist durchaus präsent, aber wir machen dazu nur wenig im Unterricht. Wenn Fragen bestehen, dann versuchen wir, diese objektiv zu antworten“, beschreibt der Klassenlehrer die Strategie der Grundschule Sander Straße.

( jhs )

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