Lohbrügge

Wer unterstützt das Projekt Academy of Living Arts?

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A:OLA Julia Buschmeier und Lasse zu Lohberg

A:OLA Julia Buschmeier und Lasse zu Lohberg

Foto: strickstrock / BGZ

Junge Menschen möchten einen Saal an der Osterrade herrichten, um Kreativen ein Zuhause bieten zu können. Die Details.

Hamburg. „Wir wollen ein Zuhause gründen“, sagen die zehn aktiven Mitglieder des Vereins A:OLA – das steht für die Academy of Living Arts, die bald an der Osterrade in Lohbrügge verwirklicht werden könnte. Die Initiatoren träumen von einer kleinen Kunst-, Musik-, Theater- und Tanzschule, an der sich jedermann einmieten kann, um sich kreativ fortzubilden und auszutauschen. Auch Hobbykünstler sind willkommen, denn „man braucht keinen hohen Schulabschluss, um Kunst zu seinem Lebensunterhalt zu machen“. Ein begabter Musiker müsse nun mal nicht gut in Deutsch, Mathe oder Sport sein, meint das Team um Lasse zu Lohberg.

Der 21-Jährige stammt aus Paderborn und kam nach seiner dreijährigen Ausbildung nach Hamburg, um als Tanzlehrer zu arbeiten. Hier tat er sich mit Künstlern und Kunstfreunden zusammen und will möglichst schon im Januar den gut 200 Quadratmeter großen Saal anmieten – den „ArtSpace“. Dazu gibt es ein etwa 30 Quadratmeter großes Büro, dessen Schreibtische man sich teilen kann – schließlich mag nicht jeder Homeoffice.

Kurse, Workshops und Theater auf einer Fläche in Lohbrügge

„Ich werde auf jeden Fall Discofox-Kurse anbieten, Salsa, Tango Argentino und klassischen Standard“, sagt Lasse zu Lohberg – und weiß schon seinen Freund Joris Kociemba im Bunde, der sich auf Electro-Swing verlegt hat. Eine Künstlerin, die Theaterregie macht, möchte ein kleines Ensemble gründen. Andere wollen Workshops anbieten: Bildhauern ist ebenso denkbar wie Lyriktage, Foto- und Filmkurse, Malerei oder Zeichnen.

„Wir können uns die Atelierfläche teilen“, meint der Initiator, der an Vernissagen denkt und an Bandproben („egal, ob mit Jazz oder Barockmusik“), die wegen der Nachbarn indes erst ab 18 Uhr und wochenends möglich wären. Dass alle Planung ein wenig gemanagt werden muss, weiß Julia Buschmeier. Die 19-jährige Architektur-Studentin will „als helfende Hand“ der Organisation „ein bisschen Struktur geben“.

100 Fördermitglieder, die jeweils 30 Euro zahlen

Noch aber ist es nicht so weit, die konzeptionelle Projektidee muss noch mehr Liebhaber finden: Ziel sind etwa 100 Fördermitglieder, die monatlich 30 Euro bezahlen. Dann könnte die Kaltmiete (2356 Euro) getragen werden, dazu braucht es Weiteres – für kalkulierte 9338 Euro, rechnet Lasse zu Lohberg: „Wir müssen Boden legen und Lampen anbringen, brauchen eine Musikanlage und eine Spiegelwand. Dazu kommt die Maklerprovision, und am liebsten hätten wir noch eine kleine Kaffee-Bar.“ Immerhin 1360 Euro sind schon auf dem Konto des Vereins gelandet, der bald auch als gemeinnützig anerkannt werden soll. Wer sich am Fundraising beteiligen will, geht auf die Seite www.startnext.com/aola.

( stri )

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