Freiwillige Feuerwehr

Retter aus den Vierlanden verzichten auf Aktionen

Karsten Sommer, Bereichsführer Vierlande (l.), und Frank Meyer, stellvertretender Bereichsführer Vierlande.

Karsten Sommer, Bereichsführer Vierlande (l.), und Frank Meyer, stellvertretender Bereichsführer Vierlande.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Ob Laternenumzug oder Kökendag – frühestens im kommenden Jahr wird es solche Angebote von den Wehren in Vierlanden wieder geben.

Hamburg. Eigentlich wäre bei den Freiwilligen Feuerwehren der Vierlande nun die Hochsaison gekommen für Laternenumzüge, Bälle und weitere Aktionen wie Tannenbaumfest in Neuengamme oder Kökendag auf dem Krauel. Doch nachdem pandemiebedingt im vergangenen Jahr bereits alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt werden mussten, wird es auch in diesem Herbst und Winter ruhig bleiben. Auf der jüngsten Wehrführersitzung der sieben Vierländer Wehren – Altengamme, Krauel, Kirchwerder-Süd, Kirchwerder-Nord, Neuengamme, Curslack und Warwisch – habe man sich einvernehmlich darauf geeinigt, vorerst bis zum kommenden Frühjahr auf besondere Aktionen zu verzichten, teilt Karsten Sommer, Bereichsführer Vierlande mit.

Die Entscheidung sei den Wehren keinesfalls leicht gefallen, seien öffentliche Veranstaltungen stets eine schöne Gelegenheit gewesen, um mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen, neue Mitglieder zu werben und sich bei Unterstützern zu bedanken, erklärt Karsten Sommer.

Freiwillige Feuerwehren wollen nicht riskieren, dass sie nicht mehr ausrücken können

Doch im Fokus der ehrenamtlichen Retter stehe eben das Helfen, erläutert Karsten Sommer. Und das Sicherstellen der Einsatzbereitschaft solle keinesfalls gefährdet werden, erklärt Sommer. Davon abgesehen, dass Laternenumzüge oder Feuerwehrbälle mit mehr als 100 Besuchern mit Abstandsregeln, Personenerfassung und Hygieneplänen kaum zu stemmen seien, könne auch nie das Risiko ausgeschlossen werden, dass es im Anschluss bei einem Corona-Fall zu einer angeordneten Quarantäne kommen könnte. „Und wir wollen keinesfalls riskieren, dass eine Wehr deswegen nicht mehr ausrücken kann“, sagt Karsten Sommer.

( ld )

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