Corona-Pandemie

Nach schwerer Zeit: Umweltsenator besucht Blumengärtner

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Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (2. v. l.; Grüne) zu Besuch in der Schnittblumengärtnerei von Günter und Gerrit Knoblauch (r.) am Curslacker Deich. Der in Kirchwerder beheimatete Präsident des Wirtschaftsverbands Nord, Andreas Kröger (l.), begleitet den Senator.

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (2. v. l.; Grüne) zu Besuch in der Schnittblumengärtnerei von Günter und Gerrit Knoblauch (r.) am Curslacker Deich. Der in Kirchwerder beheimatete Präsident des Wirtschaftsverbands Nord, Andreas Kröger (l.), begleitet den Senator.

Foto: Thomas Heyen

Prominenter Besuch inmitten von Rosen und Tulpen: Jens Kerstan informiert sich in Curslack und Tatenberg in zwei Familienbetrieben.

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (55, Grüne) hatte dem Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland schon vor Monaten versprochen, dass er sich gern vor Ort über die Situation des Hamburger Zierpflanzenbaus informieren wolle.

Allein der im November verhängte Lockdown kam dem Vorhaben des in Bergedorf lebenden Politikers dazwischen. Erst jetzt konnten sich zwei Betriebe zeigen. Um die zuletzt vom Verband betonten wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Zeiten von Corona ging es bei dem prominenten Besuch allerdings nicht. Ein wenig schien es, als sei das Klagen über fehlende Hilfsgelder, geschlossene Betriebe und millionenfach vernichtete Frühblüher vergessen.

Umweltsenator Jens Kerstan besucht Hamburgs Blumengärtner

Zehntausende Blumen wachsen in der Gärtnerei Knoblauch am Curslacker Deich. Firmenchef Günter (61) Knoblauch und Sohn Gerrit (31) führten den Senator gemeinsam mit Andreas Kröger und Dr. Frank Schoppa vom Wirtschaftsverband Gartenbau zu Tulpen und Rosen, die bei ihnen auf 12.000 Quadratmetern unter Glas und unter freiem Himmel wachsen.

Die Gärtner verkaufen ihre Schnittblumen in vier Nächten in der Woche auf dem Blumengroßmarkt. Um am Markt bestehen zu können, hat sich der etwa 100 Jahre alte Familienbetrieb im Laufe der Zeit immer wieder vergrößert. Heute beschäftigt er fünf Angestellte und eine Saisonkraft.

Auch Familie Stender in Tatenberg bekam prominenten Besuch

„Unsere Tulpen haben wir auch während des Lockdowns gut verkaufen können. Die Kunden wissen, was sie bekommen und haben sich die Blumen zahlreich auf Bestellung aus den Läden geholt“, sagt Gerrit Knoblauch. Auch die Wochenmarkthändler, die von der Gärtnerei beliefert werden, hätten weiterhin großzügig bestellt.

Kerstan hatte sich zuvor bereits den Gartenbaubetrieb der Familie Stender in Tatenberg angesehen. Dort wachsen Blumen und Kräuter, die über den Verbund Vierländer Frische vermarktet werden. Sowohl Stender als auch Knoblauch können in ihren Betrieben auf Nachfolger aus der Familie bauen. Dies ist nicht selbstverständlich: Viele Betreiber im Gartenbau müssen im Alter ihre Firmen schließen, weil der Nachwuchs andere Wege einschlägt.

„Die Arbeit bringt viel Spaß“, sagt Günter Knoblauch, „aber wir arbeiten sieben Tage die Woche.“

( hy )

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