Finanzbehörde

Mobiles Kundenzentrum gastiert weiter nur in den Vierlanden

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Lena Diekmann
Mitarbeiter bauen einmal im Monat ein mobiles Kundenzentrum in der Haspa Curslack auf.

Mitarbeiter bauen einmal im Monat ein mobiles Kundenzentrum in der Haspa Curslack auf.

Foto: Thomas Heyen

Einmal im Monat können in der Haspa Curslack auch Pässe beantragt werden. Für die Marschlande wird es erstmal kein Angebot geben.

Hamburg. Personalausweis verlängern, Reisepass beantragen oder ummelden – diese Behördengänge können Vierländer einmal im Monat auch bei der Haspa am Curslacker Deich 175 erledigen und müssen dafür nicht den Weg bis nach Bergedorf auf sich nehmen. Immer am zweiten Dienstag im Monat gastieren dort seit Sommer 2019 Mitarbeiter des sogenannten mobilen Kundenzentrums.

Und dabei wird es erst einmal bleiben: „Bis Mitte nächsten Jahres wird definitiv kein weiterer Standort hinzukommen“, stellt Henning Mahncke aus der Hamburger Finanzbehörde klar. Als Grund dafür führte er die Corona-Pandemie und die dadurch bedingte Personalsituation an, die eine Ausweitung des Angebots ausschließe.

Andere Bereiche in Hamburg seien schlechter versorgt

Schon lange bevor die Finanzbehörde die Kooperation mit der Haspa gestartet hatte, setzte sich die Lokalpolitik im Regionalausschuss dafür ein, dass für das Landgebiet ein solches Angebot geschaffen wird. Und sie sind weiterhin der Überzeugung: Auch für die Bewohner der Marschlande sollte es ein wohnortnahes Angebot geben.

Ein möglicher Standort war bereits gefunden: Die Vierländer Volksbank erklärte sich bereit, Räume am Süderquerweg in Fünfhausen zur Verfügung zu stellen. Nach Ansicht der Politik ist dieser Standort sinnvoll. Denn die Entfernung vom Marktplatz Fünfhausen zur Haspa-Filiale in Curslack oder bis zum Kundenzentrum im City Center Bergedorf (CCB) ist mit etwa zehn Kilometern fast gleich weit entfernt.

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Angebot in der Haspa Curslack bleibt auch 2021 bestehen

Doch immer wieder erteilte die Finanzbehörde den schriftlichen Anfragen oder Anträgen der Politik eine Absage, weshalb sie nun im direkten Gespräch eine Auskunft forderten. Henning Mahncke dämpfte allerdings die Hoffnung der Politiker, dass in den Marschlanden auch nach dem Sommer 2021 ein Angebot entstehen könnte: Es würde laut Mahncke in Hamburg noch andere Gebiete geben, die unterversorgter seien als die Marschlande. „Die würde man dann eher im Blick haben“, sagte Mahncke.

Da die Zuständigkeit für die Bezirksämter nun von der Finanzbehörde zur Wissenschaftsbehörde wechselte, werde er den „einvernehmlichen Wunsch“ der Politik aber an die nun zuständige Fachbehörde weitergeben, so Mahncke.

Das Angebot in der Curslacker Haspa wird es auch im kommenden Jahr geben. Termine können unter der Behördennummer 115 vereinbart werden.

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