Bergedorf

Zivilfahnder verfolgen Drogendealer bis zum Hauptbahnhof

Die vier verdächtigen jungen Männern waren den Zivilfahndern am Sonntagabend an der Bushaltestelle Wentorfer Straße/Ecke Justus-Brinckmann-Straße aufgefallen (Symbolbild).

Die vier verdächtigen jungen Männern waren den Zivilfahndern am Sonntagabend an der Bushaltestelle Wentorfer Straße/Ecke Justus-Brinckmann-Straße aufgefallen (Symbolbild).

Foto: Ingo Wagner / dpa

Bergedorfer Beamten fällt verdächtiges Geschäft auf offener Straße auf. Verfolgung im Bus und S-Bahn. Verstärkung angefordert.

Hamburg. Aufmerksame Zivilfahnder haben Sonntagabend an der Bushaltestelle Wentorfer Straße/Ecke Justus-Brinckmann-Straße ein Drogengeschäft auffliegen lassen. Den Beamten der Bergedorfer Wache waren um 19.17 Uhr vier junge Männer aufgefallen, die verdächtige Tütchen austauschten und schließlich in einer Bauchtasche verschwinden ließen.

Weil das Quartett Augenblicke später einen Bus der Ringlinie 135 bestieg, hefteten sich die Polizisten an ihre Fersen.

Fahndungserfolg: Drogenhandel an der Wentorfer Straße fliegt auf

Die Verdächtigen fuhren bis zum Bahnhof Bergedorf und von dort mit der S 21 weiter in Richtung Hamburg. Die Zivilfahnder nahmen denselben Zug und orderten Verstärkung in Uniform. Am Hauptbahnhof schlug die Polizei dann zu: Alle vier Verdächtigen wurden geschnappt, die Bauchtasche sichergestellt.

Die Untersuchung ihres Inhalts bestätigte die Vermutung der Zivilfahnder: Insgesamt 19 für den Verkauf abgepackte kleine Tütchen mit Drogen kamen zum Vorschein. Weitere Päckchen steckten in den Taschen des ältesten Mitglieds des Quartetts.

23 Jahre alter mutmaßlicher Dealer direkt in Untersuchungshaft

Der 23-Jährige wurde direkt in Untersuchungshaft überführt, weil er keinen festen Wohnsitz nachweisen konnte und vermutlich als Dealer unterwegs war.

Die drei anderen, mutmaßlich Kunden des Dealers, kamen nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder auf freien Fuß. Bei ihnen handelt es sich um einen 23-Jährigen, dessen Wohnsitz noch unklar ist, sowie zwei Bergedorfer im Alter von 18 und 21 Jahren, die in der Nähe der Bushaltestelle wohnen, an der sie den Zivilfahndern aufgefallen waren.

( upb )