Fördermittel

HiP-Stiftung schüttet erstmals über 30.000 Euro aus

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Das Mitarbeiterteam der Stiftung Haus im Park (SHiP) im Jubiläumsjahr 2017.

Das Mitarbeiterteam der Stiftung Haus im Park (SHiP) im Jubiläumsjahr 2017.

Foto: Claudia Hoehne / SHiP

Welches ehrenamtliches Engagement das Haus im Park 2020 unterstützte. Corona-Pandemie lässt Bedarf wachsen. Jetzt Bewerbungen möglich.

Bergedorf. Jetzt ist der fünfte Kurzfilm fertig. Außergewöhnlich daran ist vielleicht, dass dieser während der Pandemie entstand. Die Kunstinitiative des Vereins Bergedorfer für Völkerverständigung hat mit Kindern aus der Flüchtlingsunterkunft Brookkehre gedreht.

„Die vier Blätter“ zeigt in 14:10 Minuten gespielte Szenen mit Kindern, die als „Waldgeister“ ihre Umgebung kennenlernen. Sehr sehenswert und zu finden auf Youtube.

Fördertopf der Stiftung Haus im Park auf 30.000 Euro erhöht

Es ist gewiss ein Projekt von Ehrenamtlichen, das als förderungswürdig einzustufen ist. Das dachten sich auch die Verantwortlichen der Stiftung Haus im Park (SHiP): ­Etwas mehr als 30.000 Euro hat
die SHiP im vergangenen Jahr an 26 Antragsteller von Vereinen und Initiativen verteilt, 29 hatten sich beworben.

Beträge zwischen 400 und 3500 Euro wurden gewährt – die höchste Summe für das Filmprojekt. So viel Geld für so viele freiwillig Engagierte, das gab es in der Fördertopfhistorie der Stiftung noch nie.

Bereiche der Kunst, Kultur, Bildung, Völkerverständigung werden gefördert

Svenja Bachert von der SHiP-Geschäftsstelle nennt weitere Hintergründe: „Der SHiP-Fördertopf wurde eingerichtet, um vorbildliche Projekte für Bergedorf und Umgebung aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung, Erziehung, bürgerschaftliches Engagement und Völkerverständigung zu unterstützen.“ Das Fördervolumen vergangener Jahre lag bei rund 20.000 Euro, wurde aber unter den besonderen Bedingungen aufgestockt.

„Der Bedarf war durch Corona deutlich höher“, sagt Svenja Bachert. Bergedorfs Ehrenamtliche hätten deshalb auch die harte Zeit während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 überstanden, weil sie vielfach äußerst kreativ waren, um ihre jeweilige Sache am Laufen zu halten.

Bergedorfer Tafel und Engel erhalten Unterstützung in Corona-Krise

Ein ganz besonderes Augenmerk legte die SHiP bei den Anträgen auf die Unterstützung der Schwächsten der Gesellschaft und für solche, die durch die Pandemie stark gefährdet sind: So erhielt die Bergedorfer Tafel 1500 Euro, um die Lebensmittelausgabe draußen unter einem Zelt umsetzen zu können. Die Bergedorfer Engel, die sich in der Obdachlosenhilfe betätigen, konnten für 3000 Euro ebenfalls ein Zelt anschaffen.

Das Kinderkulturhaus Kiku freut sich über 1000 Euro für sogenannte Care-Pakete mit jeder Menge Bastelspaß. Und die Frauen von der Textilwerkstatt mittendrin! konnten für 400 Euro jede Menge Handarbeitsutensilien einkaufen – von der Häkelnadel bis zur Nähmaschine.

Auch 2021 soll der Fördertopf bei mindestens 30.000 Euro liegen

Auch ein paar Neulinge profitieren vom SHiP-Fördertopf: Zum ersten Mal erhielten die Tierretter von Looki Geld, um sich einen Bauwagen für Unterrichts- und Seminarzwecke auf dem Gelände der Wildtierstation am Pollhof leisten zu können. Ebenfalls zum ersten Mal bewarben sich die Organisatoren von Wutzrock, die ihr Festival 2020 digital feiern mussten. Für das benötigte Studio- und Technik-Equipment gab es 2500 Euro.

Wer Interesse an der Ausschüttung des kommenden Förderung hat, surft auf www.stiftung-hausimpark.de/foerdertopf, um Bewerbungskriterien zu erfahren. Svenja Bachert lädt dazu ein: „Auch in diesem Jahr wollen wir mindestens 30.000 Euro bereitstellen.“​

( jhs )