Erstklässler-Anmeldungen

Senator lobt: „Bergedorf hat das großzügigste Schulangebot“

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Jan Schubert
Die Nettelnburger Grundschule am Fiddigshagen verzeichnet die meisten Anmeldungen für das Schuljahr 2021/22.

Die Nettelnburger Grundschule am Fiddigshagen verzeichnet die meisten Anmeldungen für das Schuljahr 2021/22.

Foto: BGZ

1193 Anmeldungen für die kommenden ersten Klassen liegen vor. Zahl der Abc-Schützen steigt. Nettelnburg ist Spitzenreiter.

Hamburg. Für das kommende Schuljahr 2021/22 liegen für die 18 Grundschulen im Bezirk Bergedorf 1193 Anmeldungen für die künftigen ersten Klassen vor. Damit wird die Anzahl der Abc-Schützen aus dem Vorjahr (1094) um 99 Anmeldungen übertroffen.

Ties Rabe (SPD), Schulsenator im Hamburger Rathaus, sieht wegen dieser Zahlen seinen Heimatbezirk bestens aufgestellt: „Bergedorf hat von allen Bezirken das großzügigste Schulangebot.“

Grundschulen in Bergedorf: Die meisten Wünsche werden erfüllt

Die meisten Anmeldungen verzeichnet nach Behördenmitteilung die Grundschule Nettelnburg mit 129 Kindern. Dahinter folgen die Lohbrügger Grundschule Max-Eichholz-Ring (102), die Schule Ernst-Henning-Straße in Bergedorf (96) und die Grundschule Mendelstraße in Lohbrügge (90).

Auffällig sind Verschiebungen innerhalb der Stadtteile: An Neuallermöhes drei Grundschulen gab es 46 Anmeldungen weniger für die erste Klasse als im Vorjahr, hingegen verzeichnen die vier Grundschulen im Stadtteil Lohbrügge einen Zuwachs von 48 Anmeldungen. Auch an den sieben Grundschulen des Landgebiets stieg die Zahl der Anmeldungen (+44) ebenso wie an den vier Grundschulen im Stadtteil Bergedorf inklusive Bergedorf-West und Nettelnburg (+53).

Prinzip der freien Schulwahl wird am besten im Bezirk Bergedorf umgesetzt

1193 Anmeldungen bedeuten aber nicht, dass alle Kinder ihre Wunschschule auch bekommen werden – aber: Das Prinzip der freien Schulwahl wird am besten im Bezirk Bergedorf umgesetzt.

Während im Schnitt an allen Hamburger Grundschulen gut 90 Prozent der Erstklässler ihren Schulwunsch erfüllt bekommen, liegt der Bezirk Bergedorf sogar bei einer Quote von 95 Prozent und damit an der Spitze der sieben Bezirke. „Ich gehe davon aus, dass wir auch diesmal die allermeisten Schulwünsche erfüllen können“, sagt Ties Rabe.

Kapazitätsgrenze für Erstklässler liegt im Bezirk bei 1350 Schulplätzen

Bergedorf müsse nicht einmal die Kapazitätsgrenze von 1350 Schulplätzen für Erstklässler ausschöpfen,
an neun Grundschulen blieben laut Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, „erhebliche Platzreserven“. Andererseits seien dagegen „eventuelle Engpässe an den Grundschulen Sander Straße, Adolph-Diesterweg-Schule, Heidhorst und Altengamme zu erwarten“.

Bettina Köhler, Leiterin der Grundschule am Fiddigshagen in Nettelnburg und Spitzenreiterin bei den Anmeldungen, sieht wegen der hohen Anmeldezahlen „die gute Arbeit aller Bergedorfer Grundschulen“ bestätigt.

Sieben neue Schulen werden in den nächsten Jahren in Bergedorf gebaut

Das eigene Ergebnis sei aus ihrer Sicht kein Indikator für extreme Beliebtheit, sondern ein Produkt des „Zuzugs vieler junger Familien“ insbesondere in den Neubaugebieten. Köhler: „Wir freuen uns trotzdem über den Zulauf.“ Aus der Schulbehörde heißt es, dass auch Eltern aus Neuallermöhe vermehrt ihre Kinder in Nettelnburg anmeldeten.

Wegen steigender Schülerzahlen werden in Bergedorf demnächst sieben neue Schulen gebaut, darunter auch drei Grundschulen: zwei in Oberbillwerder und eine zentral in Bergedorf, möglicherweise auf dem ehemaligen Gelände von Opel Dello am Sander Damm.