Kulturausschuss

Wohin mit dem Fördergeld für abgesagte Veranstaltungen?

Im vergangenen Jahr ist traditionell der Maibaum auf dem Bergedorfer Markt aufgestellt worden. In diesem Jahr musste die Veranstaltung coronabedingt ausfallen.

Im vergangenen Jahr ist traditionell der Maibaum auf dem Bergedorfer Markt aufgestellt worden. In diesem Jahr musste die Veranstaltung coronabedingt ausfallen.

Foto: Jan Schubert / BGZ

Organisatoren haben dem Bezirksamt ihr Fördergeld zurückgegeben. Möglicherweise profitiert nun die Vierlanden Stiftung davon.

Bergedorf. Die Kultur bleibt im Corona-Jahr 2020 auf der Strecke. Zwar wollten Bergedorfs Kulturpolitiker gern kreative Projekte mit knapp 60.000 Euro bezuschussen, doch vieles ist ausgefallen: Laternenumzüge und die Bergedorfer Musiktage, Konzerte im Schlosshof und ein Theaterfestival für Schulklassen im Haus im Park wurden schlichtweg abgesagt – genauso wie das Maibaumfest, Open-Air-Filmabende und ein Konzert des Hasse-Orchesters in St. Marien. Vieles konnte verschoben werden, doch die Organisatoren dieser Projekte gaben nun ihr Fördergeld dem Bezirksamt zurück: insgesamt 8625 Euro.

Bergedorfer Kulturausschuss tagt am 12. Oktober

Kommenden Montag, 12. Oktober, soll der Kulturausschuss entscheiden, wie mit dem Geld umgegangen werden soll. Der Sitzung, die um 18 Uhr im Rathaus beginnt, liegt ein Vorschlag der Verwaltung zugrunde: Die Vierlanden Stiftung „Unsere Heimat“ hat bereits Bushaltestellen mit Graffiti verschönert, würde gern zehn weitere reinigen, entrosten und mit regional­typischen Motiven versehen. Für 7800 Euro könnten drei Unterstände umgestaltet werden, schlägt die Verwaltung vor – und zwar krisensicher: Diese Arbeiten können „weitgehend pandemieunabhängig geplant und durchgeführt werden“.

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Durch die Pandemie konnte sich bislang die Historikerin Caroline Bergen auch noch nicht dem Ausschuss vorstellen – sie holt dies jetzt nach: Seit November 2019 leitet Bergen das Bergedorfer Kultur- & Geschichtskontor am Reetwerder, das die regionale Geschichte erforscht und vermittelt.

Neues Manuskript des Zeichners Hans Förster

Aktuell geht es um ein Manuskript des Zeichners und Grafikers Hans Förster (1885–1966), dessen Leidenschaft für die Vier- und Marschlande in einer dritten Buchpublikation münden soll: „Wenn alles klappt, können wir im November veröffentlichen“, kündigt Bergen an.