Pandemie

Zahl der Corona-Patienten bleibt in Bergedorf moderat

Die Zahl der Hamburger, die wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden müssen, steigt. Im Bethesda in Bergedorf gibt es drei Covid-Patienten.

Die Zahl der Hamburger, die wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden müssen, steigt. Im Bethesda in Bergedorf gibt es drei Covid-Patienten.

Foto: Bethesda Krankenhaus / Connie Gudert / Bethesda Krankenhaus

In Hamburg werden 42 Hamburger Corona-Patienten stationär betreut. Im Bethesda Krankenhaus in Bergedorf liegt derzeit ein Infiziertet.

Hamburg. Die Zahl der Hamburger, die wegen Covid-19 in Kliniken behandelt werden müssen, ist über das vergangenen Wochenende um rund 35 Prozent angestiegen. Laut Sozialbehörde werden jetzt 42 Hamburger Corona-Patienten stationär betreut, acht davon auf Intensivstationen. Das ist der höchste Stand seit Mitte Mai. Nach der letzten gemeldeten Zahl von Ende vergangener Woche waren 31 Hamburger wegen der Viruserkrankung im Krankenhaus, bis vor einer Woche hatte die Zahl monatelang unter 30 gelegen.

Laut Gesundheitsbehördensprecher Martin Helfrich ist der Anstieg nicht auf die Ausbrüche in Seniorenheimen zurückzuführen. Diese würden sich wohl erst in der Zukunft in den Zahlen niederschlagen. Die Behörde beobachte mit Sorge, dass sich nun auch wieder mehr Ältere ansteckten.

39 Corona-Neuinfizierte in Bergedorf

Am Dienstag meldete der Senat mit 112 Fällen erneut einen starken Anstieg der Infektionszahlen. Die 7-Tage-Inzidenz (Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) stieg auf 32,3 – den höchsten Wert seit Mitte April. Ab einem Wert von 50 muss über neue Einschränkungen beraten werden, ab 35 gibt es verschärfte Einschränkungen für Großveranstaltungen.

In Bergedorf hingegen bleiben die Corona-Zahlen im Vergleich zu anderen Bezirken moderat. Mit 39 Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen und insgesamt 357 im Pandemie-Zeitraum positiv auf das Coronavirus getesteten Personen ist der östlichste Bezirk weiterhin Schlusslicht in der Hamburger Statistik. Die meisten Neuerkrankungen in der vergangenen Woche gab es in Wandsbek (156), dort infizierten sich auch die meisten Hamburger (2031) bisher.

Drei bestätigte Fälle im Bethesda-Krankenhaus

Im unter stationär aufgenommenen Patienten entspannt. Chefärztin Anita König bestätigte, dass ein zweiter Infizierter aus diesem Trio in häusliche Isolation entlassen werden konnte: „Ihm geht es körperlich gut, er wird nun vom Gesundheitsamt betreut.“ Bisher seien alle Corona-Tests der Kontaktpersonen, also Zimmernachbarn, Pfleger oder Ärzte, negativ ausgefallen. Die zweite Testreihe erfolge morgen.

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) appellierte unterdessen eindringlich an die Bürger, sich an die Regeln zu halten. „Es sind einzelne Personen, einzelne Bars, einzelne Orte, an denen wir derzeit ein erhöhtes Infektionsgeschehen erleben. Das müssen wir in den Griff kriegen“, so Fegebank. „Ansonsten werden wir uns darüber unterhalten müssen, welche Maßnahmen ergriffen werden, vielleicht wieder Erlaubtes rückgängig zu machen oder einzuschränken.“

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Senatssprecher Marcel Schweitzer sagte, es sei „gefährlich, was einzelne Menschen tun, indem sie keine Maske tragen, indem sie nicht den Abstand einhalten“. Sie riskierten, dass „die Kellnerin, die ihnen ihren Cocktail bringt, ihren Job verliert, weil die Einschränkungen möglicherweise wieder die Gastronomie treffen“.