Legionellen und Feuer

Erstaufnahme in Bergedorf wird wieder hergerichtet

Am Sonnabend wurde der ehemalige Baumarkt evakuiert. 600 Flüchtlinge sind vorerst in anderen Unterkünften untergekommen.

Hamburg. Nach der chaotischen Evakuierung der Erstaufnahme in Bergedorf, soll die Erstaufnahme an der Kurt-A.-Körber-Chausse wieder hergerichtet werden.

Am Sonnabend mussten die rund 600 Bewohner den ehemaligen Baumarkt vorerst verlassen. Grund sei ein Defekt an der Wasseranlage, zudem gibt es den Verdacht, dass das Wasser mit Legionellen befallen ist. Die Bakterien können bereits beim Einatmen kleinster Wasserpartikel, etwa beim Duschen, die Lungen befallen und diese Infektion kann auch zum Tode führen.

Es gab schon bei Einzug Probleme

Während die Flüchtlinge das Gebäude verließen, brach aus noch unbekannter Ursache Feuer an einem Bett in der Unterbringung aus. Verletzt wurde niemand, das Gebäude allerdings wurde völlig verrußt und ist bis auf Weiteres unbewohnbar.

Die rund 600 Menschen seien auf andere Flüchtlingsunterkünfte in Hamburg verteilt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Sie wurden mit Bussen zu den Standorten Hellmesbergerweg, Osterrade und Schnackenburgsallee gebracht.

In der Unterkunft an der Kurt-A.-Körber.-Chaussee hatte es bereits zu Bezug der Flüchtlinge im September Probleme gegeben. Da offenbar die Räume zuerst nicht gereinigt waren und Trennwände fehlten, hatten einige Flüchtlinge vor der Unterbring geschlafen und so gegen die Zustände im Gebäude protestiert.