Bergedorf

Behindertenparkplatz wegen Einbahnstraße plötzlich zu klein

Hier an der Ecke Vinhagenweg/Bergedorfer Schlossstraße wird es eng, wenn Rollstuhlfahrer aussteigen wollen.

Hier an der Ecke Vinhagenweg/Bergedorfer Schlossstraße wird es eng, wenn Rollstuhlfahrer aussteigen wollen.

Foto: Thomas Voigt

An der Ecke Vinhagenweg/Bergedorfer Schlossstraße wird es eng, wenn Rollstuhlfahrer aussteigen. Was die Politik nun fordert.

Bergedorf.  Mehr Aufenthaltsqualität in der Bergedorfer Schlossstraße, dafür weniger Durchgangsverkehr: Diese Wünsche der Bergedorfer Politik gaben im Sommer 2020 den Ausschlag, die Einbahnstraße im Vinhagenweg und in der Bergedorfer Schlossstraße einfach umzukehren. Seitdem hat das Bestand. Doch nun soll ein Fehler korrigiert werden, der die Behindertenparkplätze an der Ecke beider Straßen betrifft.

Denn durch die umgekehrte Einbahnstraße im Vinhagenweg müssen Rollstuhlfahrer nun oft auf der Straßenseite aussteigen, wenn sie Beifahrer sind. „Das wäre grundsätzlich vielleicht kein Problem“, stellte SPD-Fraktionschefin Katja Kramer jetzt in der Bezirksversammlung fest. Doch wenn die Menschen beim Aussteigen etwas Zeit bräuchten, bildeten sich dort öfter Staus, weil Autos nicht vorbeikommen. Dann werde auch mal gehupt.

Die Bordsteine sollen abgesenkt werden

Das Ärgernis soll nun korrigiert werden: Ein entsprechender Antrag der Bergedorfer Koalition wurde jetzt in der Bezirksversammlung einstimmig beschlossen. Danach sollen zunächst die Bordsteine so abgesenkt werden, dass Autos möglichst nah am Rand parken können, sodass mehr Platz geschaffen wird. Auch Schilder sollen versetzt werden, da sie derzeit oft die Türen blockieren. Mittelfristig sollen auch bei der Neubauplanung für die Fläche des jetzigen Parkhauses bessere Parkmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Im ersten Quartal 2023 soll dem Verkehrsausschuss berichtet werden, wie weit die Planungen gediehen sind.

( cr )

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