Bergedorf

Postbank-Kunden stehen vor verschlossener Tür

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Jan Schubert
Ab dem 16. August soll die Postbank-Filiale an der Kurt-A.-Körber-Chaussee wieder zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet sein.   

Ab dem 16. August soll die Postbank-Filiale an der Kurt-A.-Körber-Chaussee wieder zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet sein.  

Foto: Jan Schubert / BGDZ

Mal schließt die Postbank-Filiale in Bergedorf früher als geplant, mal öffnet sie gar nicht. Das sind die Gründe.

Bergedorf.  Das war ernüchternd: Viele Kunden standen zuletzt vor verschlossener Tür der Postbank-Filiale an der Kurt-A.-Körber-Chaussee. Mal war der Container auf dem Areal an der Jet-Tankstelle ganztägig nicht geöffnet, mal nur zu bestimmten Öffnungszeiten. Nach Angaben von Postbank-Pressesprecher Oliver Rittmaier sind personelle Engpässe dafür verantwortlich – und die wirken sich auch in den nächsten Tagen vermehrt auf die Geschäftszeiten der Filiale im Bergedorfer Zentrum aus.

Tatsächlich gibt es die eingeschränkten Öffnungszeiten von 9 bis 15 Uhr seit dem 26. Juli, vergangenen Sonnabend blieb die Filiale ganztägig dicht. Grund dafür sind nach Angaben von Oliver Rittmaier „Personalausfälle, die wir nicht ausgleichen können“ – ein Mitarbeiter soll sich dabei mit dem Corona-Virus infiziert haben. Wie hoch das Personalvolumen und die Ausfallquote in Bergedorf ist, wird aus Sicherheitsgründen nicht verraten.

Postbank Bergedorf: Filiale bleibt sonnabends geschlossen

Dafür aber, dass sich Bergedorfer Postkunden mindestens noch bis übernächste Woche auf weitere Einschränkungen einstellen müssen. Denn: In dieser Woche wird täglich lediglich von 9 bis 15 Uhr (sonst 18 Uhr) geöffnet sein. Das gilt gleichermaßen für die kommende Woche vom 8. bis zum 12. August. Und: „An den kommenden Sonnabenden 6. und 13. August bleibt die Bergedorfer Filiale voraussichtlich geschlossen. Die Personalsituation in Bergedorf ist aktuell angespannt, genau wie im gesamten Filialgebiet“, bestätigt Rittmaier.

In der Belegschaft gebe es längere Krankheitsfälle, auch die Urlaubszeit sei ein Faktor. Normalerweise können derartige Ausfälle wie in Bergedorf durch Personalrochaden, etwa durch Springer oder Umschichtungen von Mitarbeitern aus anderen Postbank-Filialen, kompensiert werden, ohne dass Öffnungszeiten verringert werden müssten. In den Filialen muss aber aus Sicherheitsgründen immer das Vier-Augen-Prinzip bei den Mitarbeitern gewährleistet bleiben. Aber das gelinge aktuell leider nicht in Bergedorf und führe zu den entsprechenden Konsequenzen, so Rittmaier.

Postbank Bergedorf: Aushang sorgt für Verwirrung

Verwirrung stiftete bis zum gestrigen Donnerstag ein Aushang an der Frontscheibe der Filiale, wonach es für die laufende Woche (1. bis 6. August) fast keine Einschränkungen bei den Öffnungszeiten geben soll. Dies sei einfach falsch, heißt es aus Bonn, das Blatt soll noch gestern entfernt worden sein. Damit Kunden tagesaktuell informiert bleiben, wird der Blick auf www.postbank.de/filialen empfohlen, wer wie lange geöffnet hat. Eine interaktive Karte weist zudem den Weg zur nächsten Filiale. Für Paketempfang und -versand steht auch der kostenlose Service von bundesweit 10.000 DHL-Paketstationen (www.dhl.de/packstation) zur Verfügung. Zudem sind Partnerfilialen für Postgeschäfte in unmittelbarer Nähe zugänglich, als da wären Pro Travel Cockpit sowie Moh’s Kiosk (beide im Weidenbaumsweg, 54 und 21).

Und es gibt ohnehin Licht am Ende des Tunnels: „Ab Montag, 15. August, sollte sich die Personalsituation durch genesene und zurückkehrende Mitarbeiter entspannen“, kündigt Oliver Rittmaier an. Dann sollen Bergedorfer Kunden zu den normalen Geschäftszeiten Post und Pakete abholen und aufgeben können sowie darüber hinaus alle Leistungen der Postbank in Anspruch nehmen können. Der SB-Bereich mit Geldautomat und Serviceterminal ist weiter nutzbar.

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