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Das erste Parkhaus der Zukunft in Bergedorf

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So sieht ein Mobility-Hub aus: Fahrradwerkstatt mit Café im Erdgeschoss – und auch darüber erinnert wenig an ein Parkhaus.

So sieht ein Mobility-Hub aus: Fahrradwerkstatt mit Café im Erdgeschoss – und auch darüber erinnert wenig an ein Parkhaus.

Foto: IBA Hamburg GmbH/ADEPT mit Karres en Brands

Die Baugenossenschaft Bergedorf-Bille will das Markenzeichen der Mobilität in Bergedorf-West etablieren. Das ist der Weg dahin.

Hamburg.  Es scheint, als bekommt Bergedorf-West schon bald, wovon Neuallermöhe und sogar die die Einkaufsstraße Sachsentor in Bergedorfs City nur träumen dürfen: Ein Parkhaus der Zukunft, das neben Pkw-Stellplätzen viel Raum für alle anderen Formen der Mobilität bietet – und im Erdgeschoss Cafés, Läden, Werkstätten oder andere Treffpunkte beherbergt.

Einen solchen sogenannten Mobility-Hub, eigentlich Markenzeichen der künftigen Nachbarn in Oberbillwerder, will die Baugenossenschaft Bergedorf-Bille auch in Bergedorf-West ansiedeln – und zwar möglichst schon bevor auf den Wiesen nebenan überhaupt gebaut wird. Eine entsprechende Konzeptstudie ist in Auftrag gegeben und soll in enger Absprache mit Bezirksamt und Stadtentwicklungsbehörde im Herbst abgeschlossen sein.

Genossenschaft Bergedorf-Bille plant Mieter-Workshop im Juli

Auf dem Weg dahin ist für Juli ein Workshop mit den Mietern in Bergedorf-West vorgesehen. Dort soll unter anderem geklärt werden, wo der Prototyp denn am besten zu platzieren ist und letztlich wohl auch, ob und wann weitere denkbar wären. „Ziel ist ein ganzheitlicher und nachhaltiger Quartiersentwicklungsprozess“, schreibt die Genossenschaft, die sich und ihren Mietern dabei keine Denkverbote erteilt: „Es geht um das Schaffen von Nutzungspotenzialen für neue gemeinschaftliche Wohnformen.“

Mit dem dann sehr wahrscheinlich ersten Mobility-Hub im Bezirk sollen viele offene Fragen geklärt werden, darunter die Akzeptanz als Nachbarschaftstreff, des Betreiberkonzepts und der Bezahlung der Stellplätze. „Wir wollen zudem auch eine Vorbildfunktion für andere Grundstückseigentümer und Quartiere einnehmen“, schreibt die Bergedorf-Bille.

Die fertige Studie soll im Oktober vorliegen

Der finale Entwurf wird direkt im Anschluss an den Mieter-Workshop über die Sommerferien von beauftragten Fachbüros erarbeitet. Die fertige Studie soll dann im Oktober vorliegen – dann natürlich inklusive eines konkreten Standorts, wo in Bergedorf-West die Mobilität der Zukunft einziehen wird. Die Häuser im Eigentum der Baugenossenschaft Bergedorf-Bille reichen hier von der Pkw-Parkstraße Karlshöhe am Billwerder Billdeich Richtung Süden bis fast zur Fockenweide.

Fast alle Mieter schauen von ihren Wohnungen über die Kleingärten am Westrand ihres Quartiers auf die Wiesen, wo 2023 die Vorarbeiten für Oberbillwerder beginnen, den dann 15. Stadtteil des Bezirks Bergedorf.

( upb )

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