Polizei Bergedorf

Am Montag ist der Umzug an die Wentorfer Straße

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Christina Rückert
Umzug bei der Polizei Bergedorf: Katja Fuhrmann, Hans Schröder und Dietmar Tackmann packen in der alten Wache mit an.

Umzug bei der Polizei Bergedorf: Katja Fuhrmann, Hans Schröder und Dietmar Tackmann packen in der alten Wache mit an.

Foto: Christina Rückert

Bergedorfs Polizei bezieht für eineinhalb Jahre eine Übergangswache. Wie der Umzug funktioniert – und was Bürger wissen müssen.

Lohbrügge/Bergedorf.  Dutzende Kartons stapeln sich an den Wänden. Und auch in den Büros ist die Kehrausstimmung unverkennbar: Viele Schränke sind ausgeräumt, die Schreibtische halb leer. Es sind die allerletzten Tage in Bergedorfs „alter“ Polizeiwache am Ludwig-Rosenberg-Ring: Wo seit 1992 etwa 200 Polizisten Dienst taten und regelmäßig die Streifenwagen vom Hof brausten, rücken im Juni die Abrissbagger an.

Denn ein Teil der Wache des Polizeikommissariats 43 (PK 43) wird durch einen futuristischen Neubau ersetzt. Vom kommenden Montag an arbeiten die Polizisten deshalb in einer Übergangswache – und auch alle Bürger müssen dann mit ihren Anliegen in die alte Handelsschule an der Wentorfer Straße 13 kommen.

Polizei Bergedorf: Übergangswache an der Wentorfer Straße

„Irgendwann am Montag wird der ,Zeitpunkt X’ sein“, sagt Polizeihauptkommissarin Dorothea von Reden, die den Umzug innerhalb der Polizei managt. Das heißt: Irgendwann an diesem Tag wird der Hamburger Lagedienst den laufenden Betrieb in Bergedorf von der alten auf die neuen Wache umstellen. Sobald die Computer am neuen Standort laufen, fahren die Kollegen mit den Streifenwagen in Kolonne an die Wentorfer Straße und verrichten dann von dort aus ihren Dienst.

Wichtig für die Bürger: Zu jedem Zeitpunkt wird es überall Ansprechpartner geben, „die Einsatzfähigkeit ist durchgehend gewährleistet“ – und die alte Wache wird keinesfalls sofort verlassen und abgeschlossen sein, versichert Dorothea von Reden, während ihr Funkgerät piepst und das Handy brummelt. Auch die alten Telefonnummern der Wache bleiben.

Umzug der Polizei ist minutiös geplant – und dauert drei Wochen

Der ganze Umzug ist minutiös geplant und wird sich insgesamt über etwa drei Wochen erstrecken. Die Kollegen aus dem tagesaktuellen Streifendienst ziehen zuerst um, gefolgt vom Stab der Bergedorfer Schutzpolizei. Die Möbel aus den Büros in der ersten Etage sind bereits weitgehend verschwunden; viele Mitarbeiter sind im Homeoffice, damit der Übergang besser klappt. „Hier hat Corona durchaus auch Vorteile gebracht“, stellt PK-Leiter Olaf Sobotta fest.

Erst wenn das Erdgeschoss und die erste Etage weitgehend leer geräumt sind, wird auch die Bergedorfer Kripo aus dem zweiten Obergeschoss an die Wentorfer Straße ziehen. Dass es nun endlich losgeht, sieht Bergedorfs Polizeichef Olaf Sobotta auch als wichtiges, mutmachendes Zeichen für alle Bergedorfer Polizisten: Denn manch einer hatte bis zuletzt „nicht so recht glauben wollen“, dass der Neubau wirklich kommt.

Am bisherigen Standort wird für 24 Millionen Euro neue Wache gebaut

In der neuen Wache ist fast alles bereit – viel Arbeit wartet aber noch am alten Standort. „Wir räumen die alte Wache aus, bis buchstäblich das letzte Blatt Papier weg ist“, stellt Dorothea von Reden fest. Danach werden Techniker im Altbau noch Leitungen abklemmen und andere Verbindungen kappen, ehe ab dem 20. Juni der Abriss beginnt.

Nur der Gebäudeteil am Ludwig-Rosenberg-Ring wird fallen; der Gebäuderiegel am Sander Damm bleibt, wird aber saniert. An ihn schließt sich später der halbrunde 24 Millionen-Euro-Neubau an. Circa Ende 2023/Anfang 2024 werden die Polizisten an den alten Standort zurückkehren. Übrigens mit vielen der alten Möbel. Dorothea von Reden: „Wir werfen nichts weg, was noch gut ist.“

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