Bethesda Bergedorf

Infektionen mit dem Corona-Virus auf sehr hohem Niveau

Haupteingang Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf, Glindersweg 80

Haupteingang Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf, Glindersweg 80

Foto: Matthias Gerwien / Agaplesion Bethesda Krankenhaus

Krankenhaussprecher warnt vor Bagatellisierung der Pandemie. Die Ansteckungsgefahr sei aktuell ebenso hoch wie in der Omikron-Welle.

Bergedorf. Wer sich zufällig daran erinnern sollte, was er vor 277 Tagen, am 7. August 2021, getan hat, bekommt hier noch ein weiteres Merkmal dieses Datums: Nach Angaben des Agaplesion Bethesda Krankenhaus war dies der letzte Tag, an dem es in der Klinik am Glindersweg keinen einzigen Corona-Patienten gab. Davon kann momentan keine Rede sein.

Aktuell werden 15 Corona-Patienten dort behandel. Das Niveau ist vergleichbar mit dem im Dezember des vergangenen Jahres, als auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle ebenso viele Menschen mit Infektionen ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Dabei ist aktuell der Zustand eines 52-jährigen Mannes und einer 72-jährigen Frau so akut, dass sie auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Weitere sechs Frauen (71 bis 90 Jahre alt) sowie sieben Männer (68 bis 85 Jahre alt) sind auf der Isolierstation untergebracht. Das Verhältnis von Geimpften zu Ungeimpften: 7:8.

Hygienemaßnahmen im Bethesda Bergedorf weiterhin hoch

„Die Zahl der Patienten geht nicht runter, wir bleiben im Corona-Modus. Eine Lockerung der Besucherregelung kommt auch derzeit nicht infrage“, konstatiert Sprecher Matthias Gerwien und liefert noch ein anderes Zahlenbeispiel, das die ernstzunehmende Ansteckungs­gefahr dokumentiert: Durchschnittlich wurden seit dem 7. August 2021 9,6 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Bethesda behandelt, „mit 15 liegen wir also deutlich über dem Schnitt in den vergangenen acht Monaten“.

Matthias Gerwien ist irritiert über die Normalität außerhalb der Klinik: „Das Geschehen draußen passt nicht zusammen mit unserer Krankenhausrealität, wir haben hier 15 Schwerkranke.“ Deswegen seien Abstand, Händehygiene und das Tragen einer Maske aus seiner Sicht weiterhin ratsam.

( jhs )

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