Instagram, Twitter und Co.

Social Media: Bezirksamt Bergedorf soll twittern lernen

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Das Rathaus in Bergedorf soll die Bürger künftig auch via Twitter und auf anderen Social-Media-Kanälen informieren.

Das Rathaus in Bergedorf soll die Bürger künftig auch via Twitter und auf anderen Social-Media-Kanälen informieren.

Foto: Matt Rourke / dpa

Koalition in der Bezirksversammlung wünscht sich Social-Media-Auftritt der Verwaltung. Aber es sind noch Fragen zu klären.

Bergedorf. Neuerungen im Bezirk Bergedorf sollen die Bürger künftig auch über Instagram und Co. erfahren. So jedenfalls wünscht es sich die Koalition aus FDP, SPD und den Grünen: „Die Verwaltung muss ihr Handeln transparenter machen“, heißt es in einem Antrag an die Bezirksversammlung mit dem Wunsch, einen Social-Media-Auftritt des Rathauses einzurichten. Schließlich nutzten sechs andere Bezirksämter schon Instagram, fünf seien bei Twitter unterwegs. Ohne eine solche Anbindung, so die Koalition, laufe Bergedorf „Gefahr, dass Teile der Bevölkerung nicht mehr ausreichend erreicht werden können“ – was insbesondere auf 16- bis 24-Jährige zielt.

Man sei noch in den Babyschuhen, sagt Rathaussprecher Lennart Hellmessen etwas zerknirscht: „Wir müssen in der Vorbereitung noch viele Fragen klären etwa zum Datenschutz und zur Ansprechbarkeit. Außerdem bräuchten wir dafür mindestens eine halbe Personalstelle mehr.“

Social Media: Harburgs Rathaus twittert schon

Das kann Sandra Stolle bestätigen: „Wir haben für die Öffentlichkeitsarbeit 2,5 Personalstellen“, sagt die Sprecherin aus dem Harburger Rathaus, das längst auf Twitter und Instagram unterwegs sei – und auch bei Facebook: „Die Plattform bedienen wir allerdings zu unseren normalen Arbeitszeiten, beantworten also keine Anfragen oder Kommentare am späten Abend oder am Wochenende“, so Stolle.

Auch bei einem anderen Thema war das Harburger Bezirksamt schneller – und lud vergangene Woche über Instagram zur ersten Kinder- und Jugendsprechstunde in Hamburg ein: „Wir haben die Idee auf der Schulleiterkonferenz vorgestellt und den Termin über unseren Internetauftritt bekannt gemacht, sagt Stolle. Anmeldungen waren telefonisch, über Mail oder als Instagram-Message möglich, allerdings hatte sich lediglich ein Jugendlicher angemeldet.

Social Media und mehr: Das sind die Themen der Bezirksversammlung

Das wird am morgigen Mittwoch in Bergedorf anders sein: Immerhin auf zwei Kinderkonferenzen wurden junge Abgesandte bestimmt: Zur Premiere werden morgen Kinder der Clara-Grunwald-Schule und aus der Grundschule Mendelstraße ihre Fragen an Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann stellen.

Weitere Themen auf der Tagesordnung der Bezirksversammlung, die am Donnerstag, 28. April, sogar in Präsenz stattfindet: Es geht etwa um die Reitwege in Bergedorf, die neue Tempo-30-Zone an der Weberade und die wegfallenden Parkplätze am S-Bahnhof Allermöhe. Über die Betriebssicherheit der Schöpfwerke in den Vier- und Marschlanden soll ebenso diskutiert werden wie über eine verbesserte Verkehrsführung für Radfahrer, die künftig am Bergedorfer Tor, also an der Kreuzung Stuhlrohrstraße/Weidenbaumsweg unterwegs sind. Um 18 Uhr treffen sich die Lokalpolitiker im HAW-Hörsaal 0.43 am Ulmenliet.

( stri )

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