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Kaufen und Bauen in Bergedorf teils günstiger als im Umland

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André Herbst
Ein Blick über Bergedorf bis ins Landgebiet hinein. Wo kann man noch günstig bauen oder wohnen?

Ein Blick über Bergedorf bis ins Landgebiet hinein. Wo kann man noch günstig bauen oder wohnen?

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Laut LBS-Immobilienatlas liegt in Bergedorf der Quadratpreise bei 600 Euro, in den Marschlanden deutlich darunter. Weitere Ergebnisse.

Hamburg/Reinbek. Skeptiker warnen seit Jahren vor einer Immobilienblase, die bald platzen wird. Derweil eilen die Preise im Hamburger Umland von einem Rekord zum nächsten. Der neueste LBS-Immobilienatlas nennt für Hamburg Durchschnittspreise von 5760 Euro den Quadratmeter für Ein- und Zweifamilienhäuser, 6402 Euro für Eigentumswohnungen: Die Bestandsimmobilien haben sich binnen fünf Jahren um 62,8/61,5 Prozent verteuert. Noch deutlicher ist der Preisanstieg im Umland mit 74,1 beziehungsweise 70,5 Prozent. Auffällig: In absoluten Zahlen sind Häuser mit aktuell 3576 Euro im Umland weiterhin teurer als Eigentumswohnungen (3363 Euro).

Schon seit Jahren raten Immobilienexperten Anlegern, die in „Betongold“ investieren wollen, auf die bislang teils deutlich günstigeren Preise in bestimmten Hamburger Stadtteilen und im Umland zu setzen. Hier sei noch deutlich mehr „Luft nach oben“. Tatsächlich sind die Preise jedoch auch in den teuersten Wohnlagen Hamburgs noch nicht gänzlich ausgereizt: In Harvestehude werden 14.482 Euro den Quadratmeter aufgerufen, in Othmarschen und Blankenese zwischen 10.000 und 12.000 Euro, es folgen Winterhude, Eppendorf und Uhlenhorst.

LBS-Immobilienatlas: Günstiger ein Haus kaufen kaufen können Interessenten in Neuallermöhe

Wer deutlich günstiger kaufen möchte, schaut sich im Bezirk Harburg ( 3700 bis 4400 Euro) um, oder in Bergedorf, Lohbrügge und Neuallermöhe. Der LBS-Immobilen-Atlas 2022 hat Quadratmeterpreise zwischen 4450 und 4800 Euro für Hamburgs flächenmäßig größten Bezirk ermittelt. Dass dies kaum so bleiben wird, verrät ein Blick auf die Karte der Hamburger Bodenrichtwerte (Grundstückspreise). Die Stadtteile Bergedorf und Lohbrügge liegen mit Quadratmeterpreisen jenseits von 600 Euro am oberen Ende der Preisskala, große Teile der Marschlande liegen mit 300 bis 400 Euro deutlich darunter.

Der Blick ins Umland zeigt, dass dort Bauen und Kaufen teils teurer ist als etwa im Bezirk Bergedorf. Obwohl die Grundstückspreise in Glinde und Oststeinbek, in Reinbek sowie Wentorf und Aumühle niedriger liegen, müssen Hauskäufer hier mit Quadratmeterpreisen zwischen 4940 (Oststeinbek), 4800 (Reinbek) und 4790 Euro (Wentorf/Aumühle) rechnen; Neubauten schlagen in Oststeinbek mit 5200, in Wentorf und Ausmühle mit mehr als 6000 Euro zu Buche: Nach dem LBS-Atlas ist dies der Höchstwert für den Speckgürtel. Mit wachsender Entfernung zu Hamburg sinken die Preise. Im Stader Umland ist der Quadratmeter für 2286 Euro zu haben, in Schwarzenbek für 3694 Euro und in der Stadt Lauenburg für „nur“ 2626 Euro. Mit Blick auf die vergangenen Jahre hat sich der Preis in der Schifferstadt jedoch mehr als verdoppelt.

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