Gastronomie Hamburg

Schlossrestaurant Bergedorf bietet bald Mittagstisch an

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Jan Schubert
Dann endlich auch bald mal Köstlichkeiten auf der Terrasse servieren: Andras Kilonzo (l.) und Philipp Stiller vom Schlossrestaurant „In aller Munde“ machen ab April deutlich mehr Angebote.

Dann endlich auch bald mal Köstlichkeiten auf der Terrasse servieren: Andras Kilonzo (l.) und Philipp Stiller vom Schlossrestaurant „In aller Munde“ machen ab April deutlich mehr Angebote.

Foto: Jan Schubert / BGDZ

Die Omikron-Welle hat den Pächtern zugesetzt. Nun haben sie neue Pläne: verschiedene Mottoabende, Feiern, kleine Gerichte am Tage.

Bergedorf.  Es liegen schwere Monate hinter den neuen Pächtern der Gastronomie Bergedorfer Schloss, besser bekannt unter dem Namen „Schlossrestaurant In aller Munde“. Nach verheißungsvollem Start im Spätsommer legte die Omikron-Welle des Corona-Virus’ das Geschäft ab Mitte November lahm. Doch nun versprechen Restaurantleiter Andreas Kilonzo und Küchenchef Philipp Stiller in ihrem Schlossrestaurant wieder mehr genussvolle Erlebnisse.

Neustart war am Dienstag mit dem ersten von drei ausgebuchten Abenden unter dem Motto „Flexibles Flimmern“, dem Kinoerlebnis an unerwarteten Orten. Und im April wird richtig losgelegt – schon personell, denn drei neue Mitarbeiter sind eingestellt worden. So gibt es auch einen neuen Barkeeper. Joscha Hoch arbeitete davor im Waldhaus Reinbek. „Zuletzt haben wir unsere sieben festen Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen“, skizziert Kilonzo die Leidenszeit der vergangenen Monate.

Schlossrestaurant Bergedorf: Erst schlemmen, dann auf Nachtwanderung

Die aber nun vorbei sein soll, weil auch das Veranstaltungsprogramm rund um die Schlossgastronomie Fahrt aufnehmen wird. Kilonzo und Stiller sind unter anderem gleich beim verkaufsoffenen Sonntag am 3. April mit ihrem Familienfest dabei.

Am Donnerstag, 7. April, folgt die Nachtwanderung durch das historische Bergedorf – nach dem kulinarischen Drei-Gänge-Menü. Das Entdecker-Format ist eine Coproduktion mit der Bergedorfer Museumslandschaft. Auch der Osterbrunch am 18. und 19. April sowie der „Tanz in den Mai“ (30. April/1. Mai) dürfen nicht fehlen.

Gatronomie Hamburg: Schlossrestaurant bietet Kaffee und Kuchen auf der Terrasse

Die Öffnungstage – zuletzt nur wenige Stunden am Freitag und Sonnabend – werden ab 1. April auf Mittwoch bis Sonnabend von 17 Uhr bis „open end“ ausgeweitet. Zudem startet demnächst wieder der „Sonntagsjazz“ im Innenhof.

Auch das Terrassenpodest vor dem Schloss wird nun gastronomisch bespielt. Was bisher aus diesem Grund nicht möglich war: „Die bestellten Möbel kamen erst vor einer Woche“, sagt Kilonzo, der dann zeitnah dort auch Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen servieren möchte. Ab Mai soll das jeweils von Montag bis Freitag angeboten werden. Zehn Stammgerichte (Pasta, Salate, Flammkuchen und ähnliches) plus eine wöchentlich wechselnde Speise für etwa zehn Euro stehen dann auf der Karte. Die Abendgerichte sind mehr als doppelt so teuer.

Schlossrestaurant Bergedorf bringt gedruckten Veranstaltungskalender heraus

Ebenfalls in Vorbereitung ist eine Homepage für das Schlossrestaurant; sie dürfte in den nächsten Tagen online gehen. Zudem gibt es den Quartalsflyer „In aller Munde“, der für jeweils drei Monate gebündelt in Papierform das aufzählt, was Kilonzo, Stiller und Co. so alles vorhaben.

Gern hätten sie das alles schon ab September 2021 realisiert. „Bis Mitte November waren wir mit bis zu 65 Gästen an allen Abenden ausgebucht“, erinnert sich Andreas Kilonzo, „an Wochenenden sogar doppelt.“ Qualitätsprodukte, frische Zubereitung, die neuen Restaurant- und Barräume, sogar die durchaus höheren Preise für Trüffelpasta, Ochsenbacke oder Gindrinks fanden ihr Publikum – doch dann stiegen die Infektionszahlen ins Unermessliche. Folge: „Von etwa 25 Weihnachtsfeiern wurden bis auf drei alle abgesagt. Und die, die kamen, feierten auch nur mit reduzierter Gästezahl.“

Die besondere Gastronomie in Bergedorf soll sich als Ausflugsziel etablieren

Maximal 20 Prozent betrug die Auslastung pro Abend im Restaurant. Hinzu kam der Komplettausfall der Silvesterparty, was fast „einem finanziellen Genickbruch“ gleichgekommen wäre, so Andreas Kilonzo. Denn dieses Geschäft schafft die Rücklagen für die schwächeren gastronomischen Monate Januar und Februar. Seit Jahresbeginn fristete das Restaurant eher ein Schattendasein, öffnete nur freitags und sonnabends von 17 bis 23 Uhr. Zum Glück funktionierte in dieser Zeit aber das Bistro „In aller Munde“ an der Alten Holstenstraße.

Jetzt soll ab April vieles besser werden. Kilonzo und Stiller verlieren nicht ihr Ziel aus den Augen, das Schloss und das dazugehörende Restaurant über Bergedorf hinaus als Ausflugsziel zu etablieren.

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