Nabu Hamburg

Vorsicht beim Hecke stutzen: Brutsaison hat begonnen

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Die Brutsaison hat begonnen. Viele Vögel haben ihre Nester in Hecken versteckt. Deswegen warnt der Nabu Hamburg: Von März bis September keine Hecken stutzen.

Die Brutsaison hat begonnen. Viele Vögel haben ihre Nester in Hecken versteckt. Deswegen warnt der Nabu Hamburg: Von März bis September keine Hecken stutzen.

Foto: Martin Hain

Naturschützer rufen dazu auf, die Schonzeit zu beachten und erst ab Juli Hecken zu schneiden. Nistkästen jetzt aufhängen.

Hamburg. Überall ist nun wieder lautes Vogelgezwitscher zu hören, denn der Frühling naht. Hamburgs Naturschützer weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Vögel aktuell wieder dabei sind, ihre Reviere abzugrenzen, einen Partner zu finden und Nester zu bauen. Es sei deswegen besonders wichtig, die gesetzliche Schonzeit beim Pflege- und Rückschnitt von Sträuchern und Hecken zu beachten.

Seit dem 1. März gilt laut Bundesnaturschutzgesetz die Nist- und Brutzeit für Vögel. Bis zum 30. September sind Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum verboten. So sollen die Tiere nicht beim Nestbau oder bei ihrem Brutgeschäft gestört werden.

Nabu Hamburg: Keine Pflegeschnitte in der Hauptbrutzeit von März bis Juni

„Von der Schonzeit sind alle Bäume, Sträucher, Hecken und weitere ­Gehölze unabhängig vom Standort betroffen. Ausnahmen bilden nur schonende Form- und Pflegeschnitte, bei denen lediglich der jährliche Zuwachs entfernt wird“, so der ­Nabu Hamburg. Ein weiterer Hinweis: Pflegeschnitte sollten möglichst nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchgeführt werden. „Hecken sind wertvolle Lebensräume und bieten in diesem Zeitraum einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß und finden darin eine gute Versteckmöglichkeit“, sagt Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim Nabu Hamburg.

Anbringen von Nisthilfen für Vögel lohnt sich auch noch im Frühling

„Zudem könnten in aufgeschichteten Reisighaufen aus abgesägtem Holz und Ästen der vergangenen Monate bereits erste Vögel mit dem Nestbau begonnen oder Igel sowie andere Säugetiere einen Unterschlupf gesucht haben“, so Sommerfeld weiter.

Das Anbringen von Nisthilfen für Vögel lohnt sich auch noch im Frühling. Holz- und Reisighaufen sollten nun nicht mehr entfernt werden. Wilde Ecken im Garten mit speziellen Lebensraumangeboten, wie zum Beispiel Laub- und Steinhaufen, Trockenmauern und Schmetterlingswiesen, bieten vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf.

( pm/isa )

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